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Kreis Heinsberg: Ein Lichtblick für den Kreis

Kreis Heinsberg : Ein Lichtblick für den Kreis

Transparente Glasfassaden, Aluminium, Stahl und 37 rote Betonsäulen prägen den futuristischen Neubau der Kreissparkasse in Heinsberg. Nach dreijähriger Bauzeit wurde er jetzt offiziell eröffnet.

Rot ist er, gläsern und ein wahrlich imposanter Anblick: der Neubau der Kreissparkasse in Heinsberg. "Lichtblick" nennt das Geldinstitut seine nun vollends sichtbar gewordene "Vision von einer guten Zukunft für alle Menschen im Kreis Heinsberg". Am Freitag wurde er eingeweiht und offiziell eröffnet vor einer großen Schar geladener Gäste aus Verwaltung, Politik, Kundschaft, alter und neuer Nachbarschaft sowie den eigenen Mitarbeitern und am Bau beteiligten Firmen.

Abriss, Ausgrabungen und anderes

Mit viel Aufmerksamkeit ist die Entstehung des neues Sparkassengebäudes verfolgt worden, und viele Emotionen haben sein Werden begleitet, hieß es im Festprogramm des Eröffnungsabends. Auch Bürgermeister Josef Offergeld ließ in seiner Ansprache die "teils heftigen Diskussionen, ob ein solches Vorhaben in die Heinsberger Innenstadt passe", nicht unerwähnt. Anträge auf Baustopp von Anwohnern hatte es gegeben, Kritik vom Gericht und immer wieder neue Baugenehmigungen durch die Stadt. "Erst jetzt, nach Fertigstellung, ist erkennbar, welch städtebauliches Highlight entstanden ist", sagte Offergeld, "das in vollem Umfang dem Bauleitplan entspricht."

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Der Abriss der alten Gebäude, archäologische Ausgrabungen auf dem ehemaligen Stiftsgelände und die Verlegung der Rohrleitungen des früheren Stadtbaches waren notwendig, bevor in dreijähriger Bauzeit der knapp 30 Millionen Euro teure Gebäudekomplex entstehen konnte, dessen Initiator der ehemalige Vorstandsvorsitzende Horst Wiegand war. Der Heinsberger Architekt Michael Dörstelmann hat ein futuristisches Bauwerk erschaffen, dessen Körpersprache durch die großen Glasfassaden Transparenz und die 37 roten Betonsäulen Stabilität ausstrahlt.

Der neue Hauptsitz der Kreissparkasse soll das eindrucksvolle Gebäude aber nicht werden. "Der ist und bleibt in Erkelenz", sagte KSK-Vorstandsvorsitzender Lothar Salentin auf Nachfrage. "In Heinsberg wurde lediglich Raum geschaffen für die zu klein gewordene Filildirektion und die schon ausgelagerten Abteilungen im Stadtgebiet." Die Flächen des Altbaus hat die KSK bereits verkauft.

Wenn das Projekt in Heinsberg abgeschlossen ist, werde man sich um die dringende Sanierung der Hauptstelle in Erkelenz kümmern, sagte Salentin. "Es laufen Vorüberlegungen mit Sachverständigern, weil die Außenhaut des Gebäudes nicht wärmegedämmt ist." Ein Lichtblick — diesmal für Erkelenz.

(RP)