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Eishockey: Hegens heimliche Idee

Eishockey : Hegens heimliche Idee

Der Trainer der Eishockey-Füchse hat sich für die Spiele Freitag und am Sonntag gegen Straubing und Hannover viel vorgenommen. Die beiden Neuen sollen auflaufen, dafür müssen andere auf die Tribüne. Seine taktische Marschrichtung will er aber nicht verraten.

Die Stimmung beim Eishockey-Fuchs ist gedämpft. So unlustig, wie man sich eben fühlt nach drei Auswärtsniederlagen in Folge und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz. Ja, ja, im Licht der Roten Laternen werfen Sorgenfalten besonders unschöne Schatten. Das Duisburger DEL-Team braucht Punkte. "Ist ja klar", sagt Trainer Didi Hegen. Gelacht hat er nicht dabei.

Freitag also geht es zu den Straubing Tigers, die ebenfalls kaum was bewegen in dieser Saison. Sonntag kommen dann um 18.30 Uhr die Hannover Scorpions. Mit Hans Zach - als Trainer, ein ausgesprochen lästiger "13er". Die Füchse haben 13 Mal gegen den "Alpen-Vulkan" gespielt und 13 Mal verloren. Das klingt nicht gerade, als würden die Punkte im Geschenk-Papier verpackt übers glitzernde Pakett geschoben.

Ach, überhaupt Geschenke. Peter Abstreiter von den Adlern aus Mannheim und Steve Palmer von den Kassel Huskies sind neu im Kader. Der Chef Ralf Pape hat sie dem Trainer auf den Gabentisch gelegt. Was sagt Hegen, immer noch nicht lächelnd: "Beide spielen." In welcher Reihe, mit welchen Kollegen? Der Coach sagt: "Ich habe eine Idee dazu." So viel ist sicher: Zwei Mann müssen auf die Tribüne. Die Füchse haben zuviel Personal von gehobenem Alter. Wer pausiert? Hegen erklärt: "Das entscheide ich kurz vor dem Spiel." Eine Variante: Torhüter Ilpo Kauhanen bleibt ohne Trikot. Der junge Marcel Hormanns sitzt als Ersatzgoalie auf der Bank. Der ist jung und schont damit den Ü25-Etat von 17 Spielern.

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Noch einer muss raus. Ein Leistungsträger. Aber was heißt das schon. Hegen hat mit seinen Chefspielern persönlich geredet. Beim 2:5 in Hamburg hatten sie alle keinerlei Leistung getragen, nur das Sporthemdchen. Morten Ask vielleicht mal ausgenommen. Im Sturm geht zu wenig. Die Füchse schießen vor allem Fahrkarten. Noch ein paar mehr, und es reicht für eine Monatskarte.

Aber hinten stimmt es auch nicht mehr. 15 Gegentore in den letzten drei Spielen sind ganz schön unterdurchschnittlich. Verteidiger Jean-Luc Grand-Pierre ist angeschlagen. Vielleicht kann er ja spielen. Auf jeden Fall nicht mit Rick Berry. Hegen trennt das Pärchen. Auch dazu hat er eine Idee. Er verrät sie nur erst einmal niemandem.

Ist nun auch eher zweitrangig. Es zählt allein, dass der Tabellenletzte wieder in die Spur findet. "Sonst verlieren wir den Anschluss", erklärt der Coach. Und es sind noch viel zu viele Spiele übrig, um ohne Ziel durch die Spielzeit zu irren. Der Trainer hängt die Partie heute in Straubing deshalb hoch auf. So hoch wie das Heimspiel gegen die Tigers zehn Tage nach seinem Amtsantritt im September. Das wirkte. Die Füchse gewannen mit 3:1 und holten danach drei weitere Siege aus vier Spielen. Wer sagt‘s denn! Wenn man nur lange sucht, findet sich doch noch ein Rest Hoffnung.

(RP)