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Duisburg mit Video: Ernst und heiter ist das Buch

Duisburg mit Video : Ernst und heiter ist das Buch

So viele Prominente wie in der kommenden Saison waren schon lange nicht Gast beim Verein für Literatur und Kunst. Für den Abend "Alle Tiere werden Brüder?" u.a. mit Richard David Precht sollte man schnell Karten kaufen.

Zehn überaus attraktive literarische Abende in der Zentralbibliothek bietet für die kommende Saison der Verein für Literatur und Kunst in Duisburg an. So viele Prominente wie diesmal hatte der 98 Jahre alte Kulturverein schon lange nicht mehr auf seinen Gästelisten.

Am 17. September startet das Programm. Der bekannte Schauspieler und erstklassige Rezitator Wolfgang Hinze liest Gedichte aus Wolfgang von Goethes "West-östlicher-Divan".

Diskussion über Tierrechte

So schnell wie möglich sollte man sich Karten für den zweiten Abend der Vereinsreihe besorgen: Unter dem Motto "Alle Tiere werden Brüder?" diskutieren die Schriftstellerin Karen Duve, der Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht und der prominente Literaturkritiker Denis Scheck über Tierethik und Tierrechte. Kooperationspartner dieser Veranstaltung am 30. September ist das Literaturbüro NRW mit seiner Kulturhauptstadt-Reihe "Mehr Licht!" (bekanntlich Goethes letzte Worte). Die Karten kosten 13 Euro, ermäßigt 9 Euro. Im Vorverkauf gibt es sie an der Informationstheke im Erdgeschoss der Zentralbibliothek (Düsseldorfer Straße 5).

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Dehen Altiner, türkische Professorin für Biochemie, stellt am 26. Oktober ihr Buch "Geliebte Universität" vor, bei der an jene 185 Wissenschaftler erinnert wird, die während der Nazizeit an Universitäten in Ankara und Istanbul eine Zuflucht fanden.

"Die Liebe neu erfinden" heißt die zweite Kooperationsveranstaltung mit dem Literaturbüro NRW, bei der der Philosoph Wilhelm Schmid und der Wissenschaftsjournalist Gert Scobel einen öffentlichen Dialog führen (12. November).

Lesung wird nachgeholt

Am 26. November holt Ulla Hahn ihre in der vergangenen Saison wegen Krankheit abgesagte Lesung aus ihrem autobiografischen Roman "Aufbruch" nach.

Der große, mittlerweile 89 Jahre alte Journalist Georg Stefan Troller, ein deutscher Frankreich-Kenner, stellt am 25. Januar seine jüngsten Publikationen "Paris geheim"/ "Pariser Esprit" vor.

Die international renommierte Kulturhistorikerin und Publizistin Barbara Beuys liest am 22. Februar aus ihrer viel beachteten Biografie "Sophie Scholl". Sophie und Hans Scholl, die beide am 22. Februar 1943 in München hingerichtet wurden, sind die jugendlichen Repräsentanten des Widerstands gegen Hitler. Nach diesem ernsten Abend wird der Tonfall am 28. Februar heiter, ungewohnt heiter: Christian Brückner, Deutschlands wohl bekanntester Sprechkünstler, liest erstmals öffentlich Texte von Joachim Ringelnatz.

Im Rahmen der jüdischen Kulturtage lesen am 22. März die Schauspieler Eva Scheurer und Rudolf Kowalski "Tacheles". Und am 1. April endet das Programm des Vereins für Literatur und Kunst mit einem Abend über Else Lasker-Schüler. Die bekannte Schauspielerin Nina Hoger liest, begleitet von Klezmermusik des Ensembles Reinald Noisten, Lyrik und Prosa der expressionistischen Dichterin.

(RP)