Duisburg: Anti-Terror-Poller statt Wassertanks

Duisburger Innenstadt : Anti-Terror-Poller statt Wassertanks sollen Weihnachtsmarkt schützen

Sie erinnern ein wenig an Leuchttürme an der Nordsee: rot-weiß-geringelt, hoch und schlank. Die provisorischen Poller, die die Feuerwehr am Dienstag in der Duisburger Innenstadt aufgestellt hat, sollen die City vor allem während der Zeit des Weihnachtsmarktes sicherer machen.

Optisch sind die jeweils rund 800 Kilo schweren Sperren mit der Aufschrift „City Safe“ jedenfalls sehr auffällig. „Sie sind so konzipiert, dass sie schräg zur Seite kippen, wenn jemand davor fährt“, erklärte Feuerwehr-Chef Oliver Tittmann.

Anschließend verkeilten sie sich dann unter dem entsprechenden Fahrzeug, so dass eine Weiterfahrt auf jeden Fall unterbunden würde. Im Bedarfsfall können die mobilen Elemente zur Seite geräumt werden, um Lieferanten oder Anwohner mit entsprechendem Parkausweis durchlassen zu können. Dafür gibt es einen eigenen Bereitschaftsdienst der Stadt, der prüft, wer mit seinem Fahrzeug passieren darf und wer nicht. Die kleinen „Leuchttürme“ eines deutschen Herstellers sind speziell für diese Schutzfunktion zertifiziert worden. Sie bleiben so lange stehen, bis die endgültig vorgesehenen versenkbaren Stahlsperren installiert sind.

Wann das genau sein wird, steht allerdings noch nicht fest, wahrscheinlich aber nicht mehr in diesem Jahr. An einigen Stellen muss zuvor die Statik des Untergrundes noch genau geprüft werden, um auch die Belastbarkeit zu gewährleisten. Dies wird durch einen externen Statiker untersucht. An der Mercatorstraße haben bereits erste vorbereitende Straßenarbeiten dazu stattgefunden.

Die bisher aufgestellten Wasserbehälter sind nicht offiziell zugelassen. Zunächst werden die neuen Metallsperren an insgesamt 14 Standorten aufgebaut, der Austausch der Wasserbehälter in den drei Zufahrtsbereichen erfolgt dann zum Beginn des Weihnachtsmarktes in etwa zwei Wochen.

(mtm)