Duisburg: Atelier "ruhrKUNSTort" zeigt Fotoausstellung in Ruhrort

Foto-Kunst : Sechs Fotografen unterwegs in Ruhrort

Das Atelier „ruhrKUNSTort“ zeigt noch bis zum 23. November eine kleine, aber feine Fotoausstellung.

Seit Samstag zeigt das Atelier „ruhrKUNSTort“ eine kleine, feine Ausstellung unter dem Titel „Ruhrort fotografiert“. Darin zeigen sechs Ruhrorter fotografisch ihren Stadtteil. Die Fotografen sind HH Bergmann, Aljoscha Dorn, Fritz Hemberger, Ralf Lüttmann, Heinz Robert Martin und Thomas Weiss,

Heinz Robert Martin, in Ruhrort bekannt als Neffe von Tante Olga und Bandleader der „Sonny Boys“, ist Hobbyfotograf und hat sechs Farbbilder ausgestellt, alle aufgenommen 2007. Fritz Hemberger, der gefühlt auf jeder Ruhrorter Veranstaltung anzutreffen ist, hat sieben Farbfotos mitgebracht. Diese entstanden zwischen 2016 und heute. Einer Aufnahme hat er den Titel „Halle ‚Erich 300‘“ verpasst, in Anspielung auf die teure, temporäre Eventhalle von „Duisport“ im Jubiläumsjahr des Duisburger Hafens auf der Mercatorinsel.

Zweimal zehn SW-Fotos im Postkartenformat hat dagegen Horst Heinz Bergmann (kurz: HH Bergmann, alias Gernot Schwarz) an die Wand gehängt. Einige Aufnahmen davon sind sogenannte Spiegelungen, darunter die Fensterfront der Schifferbörse auf dem Lack eines Autodaches sowie die Brunnenskulptur auf dem Neumarkt im dazugehörigen Wasserbecken. Ralf Lüttmann, einer der beiden „ruhrKUNSTort“-Betreiber, hat sechs verschieden große Fotografien für die Ausstellung beigesteuert. Auch er erinnert mit einem Foto von der Skulptur „Echo des Poseidon“ an das Hafenjubiläum 2016.

Der Profifotograf Thomas Weiss ist mit sieben Arbeiten in der Fotoausstellung vertreten. Seine Aufnahmen sind in unterschiedlicher Weise dem „Ruhr-Dorf“ gewidmet, wie er seinen Heimatstadtteil zuweilen nennt. Augenzwinkernd zeigt er zum Beispiel ein Bild, auf dem Ruhr-Kamine neben der New Yorker Freiheitsstuatue stehen. Aber es gibt auch Fotos, auf denen die später von Duisport abgerissenen, ehemaligen HAFAG-Kräne der Speditionsinsel dokumentiert sind (siehe Foto).

Vom letzten im Bunde, Aljoscha Dorn, sind Fotos zu sehen, die mit einer selbstgebauten Lochkamera aufgenommen wurden. „Meine Kamera“, sagt er, „ist nichts anderes als eine abgedunkelte Kiste aus Buchenholz. Anstelle von einem Objektiv genügt mir ein Stecknadelstich durch ein Stück Karton. Zur Herstellung der Negative verwende ich dann fotosensitives Papier. So entstehen letztlich optische Abbildungen mittels Lochblenden.“

Die Ausstellung im „ruhrKUNSTort“ (Fabrikstraße 23, 47119 Duisburg) geht noch bis zum 23. November. Geöffnet ist sie zu den üblichen Öffnungszeiten. Der Eintritt ist frei.

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