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Unterbilk: Stadt soll für die Pferdetränke aufkommen

Unterbilk : Stadt soll für die Pferdetränke aufkommen

Politiker der Bezirksvertretung 3 wollen das Aufstellen und die Inbetriebnahme nicht finanzieren.

Die alte Pferdetränke, die früher am Bilker Bahnhof gestanden haben soll, beschäftigt mal wieder die Politiker der zuständigen Bezirksvertretung 3. Erst im vergangenen Sommer hatten sie darüber diskutiert, wie man den betroffenen Platz vor der Bilker Arcaden nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie im nächsten Jahr nennen sollte. "Platz zur Pferdetränke" schlug die Linke vor, da die Tränke dort früher gestanden haben soll, die Grünen Günter Grass, die CDU brachte eine Ausweitung des Ludwig-Hammers-Platz ins Spiel und die SPD, die Bürger im Stadtteil nach Ideen zu fragen. Inzwischen werden die Ideen der Bürger gesammelt. Entschieden ist noch nichts.

Nun also die nächste Diskussion über die Tränke aus dem 19. Jahrhundert, die früher in der Nähe des Bilker Bahnhofs gestanden haben soll. Dabei geht es um die Frage, wer für die Kosten - unter anderem für die Installation und die jährlichen Kosten - aufkommen soll. Die Politiker der für Bilk zuständigen Interessenvertretung sind sich zwar darin einig, dass die Pferdetränke erhaltenswert sei und möglichst an ihrem alten Standort aufgestellt werden sollte.

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Doch ob die Kosten dafür aus den Mitteln der Bezirksvertretung 3 kommen sollten: Darüber war man sich uneins. So sprachen sich zum Beispiel die Grünen im Bezirk dagegen aus, aus den ohnehin schon knappen Finanzmitteln der Bezirksvertretung zu schöpfen. Einstimmig (bei Enthaltung eines Grünen-Politikers) einigte man sich schließlich in der Sitzung am Dienstagabend darauf, zu versuchen, aus dem Rathaus finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Die Tränke aus dem 19. Jahrhundert war von dem Hildener Jürgen Striewe aufgespürt worden. Striewe, der im Stadtteil Bilk aufgewachsen war und sich noch lebhaft daran erinnern könne, wie er sich als Kind dort "schmutzig vom Spielen im Floragarten" erfrischte, hatte sich daraufhin dafür eingesetzt, dass man sie restauriert und an ihrem einstigen Standort wiederaufstellt: Das ist heute ungefähr die Höhe des Bilker Bahnhofs.

(semi)