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Düsseldorf: Öffentliche Toiletten sind Dauerthema

Düsseldorf : Öffentliche Toiletten sind Dauerthema

In einigen Stadtteilen hat man ein Problem, wenn die Blase drückt - öffentliche Toiletten sind oft nicht in der Nähe. Zusätzliche WCs werden schon seit Jahren vertagt. Das Konzept "Nette Toilette" soll Abhilfe schaffen.

Dieses Bedürfnis kennt wohl jeder. Man muss mal, und in der Nähe ist keine Toilette in Sicht. In der Verwaltung aber werden seit mehreren Jahren Pläne zu diesem Thema auf die lange Bank geschoben. Anträge der Lokalpolitiker des zuständigen Stadtbezirks 6 nach der Einrichtung einer öffentlichen Toilette wurden mehrfach mit dem Hinweis auf ein mögliches alternatives Konzept, an dem die Verwaltung arbeite, abgewiesen.

In Rath fordern die Politiker eine Toilette im Bereich der Einkaufsstraße Westfalenstraße und sind bereit, dafür Mittel zur Verfügung zu stellen. Auch die Mitglieder der Bezirksvertretung 5 sehen an mehreren Standorten einen Bedarf nach einer Bedürfnisanstalt. Gewünscht wird diese zum Beispiel auf den Friedhöfen in Angermund und Kalkum. "Grundsätzlich besteht in allen Stadtteilen des Stadtbezirks 5 ein Bedarf an weiteren öffentlichen Toiletten", sagt Monika van Volxem (FDP).

"Nette Toilette" heißt das Konzept, das diesen Bedarf decken und öffentliche Toiletten ersetzen soll. Seit mehreren Jahren wird eine Umsetzung in Düsseldorf geprüft. Das Konzept wurde von der Stadt Aalen entwickelt und von rund 150 Städten deutschlandweit übernommen. Bei der "Netten Toilette" werden Gaststätten mit Aufklebern ausgezeichnet, in denen man die Toilette umsonst benutzen kann. Der Gastwirt erhält in der Regel von der Stadt eine Aufwandsentschädigung, die Stadt spart dafür hohe Investitions- und Unterhaltskosten. Denn der Bau einer neuen behindertengerechten und selbstreinigenden Toilette kostet weit mehr als 100 000 Euro. Hinzu kommen noch Kosten für Tiefbauarbeiten, Bau der Strom- und Wasserleitungen.

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Die Wall AG hat 23 City-Toiletten bereits in Düsseldorf aufgestellt und alle Kosten und die Reinigung und Wartung dafür übernommen. "Dafür erhalten wir von der Stadt im gesamten Stadtgebiet Werberechte", sagt Pressesprecher Michael Wehran. Für Anfragen nach weiteren Toiletten sei man jederzeit offen. Für Behinderte ist die Nutzung kostenlos. Alle anderen zahlen 50 Cent. "Das ist eine Schutzgebühr, damit die Anlage nicht missbraucht wird", sagt Wehran. Allerdings ist eine solche Bedürfnisanstalt nicht immer ein schöner Anblick und braucht auch einen ausreichend großen Standort. Aus diesem Grund wurde beispielsweise von den Lokalpolitikern eine Toilette auf dem Hülsmeyerplatz in Rath abgelehnt.

Ob die Alternative "Nette Toilette" überhaupt eingeführt werden kann, hängt von der Mitarbeit der Gastronomen ab. Ihre Zusage ist entscheidend für den Erfolg des Projektes und blieb in einigen Städten im Umland wie Ratingen und Kaarst aus -und zwingen kann man niemanden dazu, sich zu beteiligen. Bei den dortigen Abfragen haben aber viele Gastwirte mitgeteilt, dass sie bereits heute niemanden abweisen würden, der ihre Toilette dringend nutzen müsse.

(RP)