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Düsseldorf: Kampf ums Amt des Bezirksvorstehers

Düsseldorf : Kampf ums Amt des Bezirksvorstehers

Im Stadtbezirk 5 hat die CDU zwar die absolute Mehrheit, aber es streiten Ulrich Decker und Bernhard von Kries um die Führung. Im Stadtbezirk 6 will Birgit Schentek dieses Amt, aber sie braucht Unterstützung von anderen Parteien.

Im Düsseldorfer Norden herrscht noch Rätselraten, wer Bezirksvorsteher der Bezirksvertretung 5 werden könnte. Die letzten fünf Jahre hat dieses Amt Ulrich Decker (CDU) ausgeübt. Obwohl Decker dieses gerne weiterführen würde, hat Bernhard von Kries, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BV 5, bisher noch keinen Kandidaten für das Amt vorgestellt. Auch wenn nach außen hin gemauert wird, deutet das auf starke Uneinigkeit innerhalb der CDU-Fraktion hin, denn üblicherweise wird der Spitzenkandidat schon im Vorfeld der Kommunalwahl benannt. "Wir werden den Kandidaten bei der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung am 17. Juni vorstellen", mehr sagt von Kries derzeit zu diesem Thema nicht.

 Bernhard von Kries ist als Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtbezirk der starke Mann im Düsseldorfer Norden.
Bernhard von Kries ist als Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtbezirk der starke Mann im Düsseldorfer Norden. Foto: Andreas bretz

Spekulationen auf Grundlage der Kandidatenliste für die Bezirksvertretungswahl lassen keine eindeutigen Schlüsse zu. Hier steht von Kries, dem man durchaus Ambitionen auf das Amt des Bezirksvorstehers zutrauen kann, an erster Stelle, während Decker den dritten Platz einnimmt. Das hat aber nichts zu sagen. Denn als Decker vor fünf Jahren einstimmig als Kandidat für das Amt des Bezirksvorstehers nominiert wurde, hatte er nur den zweiten Platz auf der Kandidatenliste. Zerwürfnisse und Querelen innerhalb der CDU hatte es damals auch schon einmal gegeben. Deshalb hatte sich vor fünf Jahren der Bezirksvorsteher Joachim Klucke zurückgezogen. Aufgrund der neuen Stimmenverhältnisse kann die CDU aber jetzt Uneinigkeiten weniger denn je gebrauchen. Sie hat künftig mit zehn von 19 Stimmen nur noch eine knappe Mehrheit im Gremium, kann sich deshalb nicht leisten, dass einzelne Parteimitglieder bei Abstimmungen sich enthalten oder gar gegen Anträge der eigenen Partei stimmen. Ob andere Parteien nun ebenfalls einen Kandidaten für die Bezirksvorsteher-Wahl benennen werden, steht noch nicht fest.

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Auch im Stadtbezirk 6 gibt es Konkurrenz um das Amt des Bezirksvorstehers. Von der CDU als stärkste Fraktion wird Birgit Schentek vorgeschlagen. Die 48-jährige Versicherungsfachwirtin gehört seit fünf Jahren der Bezirksvertretung an, hat sich dort mit viel Fleiß und Unterstützung auch durch die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel eingearbeitet. Schentek will die Nachfolge von Jürgen Buschhüter antreten, der nach zehn Jahren nicht mehr kandidiert. Ursprünglich wollte Schentek, die mit Mann und Tochter in Mörsenbroich lebt, dort für den Rat der Stadt kandidieren. Sie unterlag aber bei der Aufstellung der Kandidaten knapp ihrem Parteikollegen Pavel Madzirov. Danach übernahm sie den CDU-Bezirk von Buschhüter mit der Option, auch Bezirksvorsteherin zu werden. "Mir ist es wichtig, vor Entscheidungen die Meinung von Bürgern einzuholen", nennt Schentek ein Ziel ihrer Arbeit. Ihre Wahl ist nicht sicher, weil die SPD einen eigenen Kandidaten benennen will. Sie rechnet sich Chancen aus, da die CDU nur noch eine Stimme mehr als die SPD besitzt. Wen die SPD ins Rennen schickt, soll am Dienstag bei einer Fraktionssitzung entschieden werden. Die größte Erfahrung für das Amt würde Ralf Thomas, Fraktionsvorsitzender der SPD in der BV 6, mitbringen. Der 56-Jährige gehört seit 1989 dem Gremium an.

(RP)