Düsseldorf - Nur Museum mit Archiv ist für Schloss Kalkum denkbar

Kalkum: Nur ein Museum mit Archiv ist für Schloss Kalkum denkbar

Die FDP hat im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Fragen zum aktuellen Stand beim Verkauf von Schloss Kalkum gestellt. Die Verwaltung teilte daraufhin mit, dass der Unteren Denkmalbehörde im Frühjahr drei Nutzungskonzepte vorgestellt wurden.

Nach einer ersten Einschätzung der Behörde wäre aber nur eines dieser Konzepte, die Einrichtung eines Museums mit Archiv, möglicherweise umsetzbar. Denn lediglich bei diesem Vorschlag müssten keine großen Veränderungen im Grundriss und an der Fassade vorgenommen werden. Die benötigten Parkplätze könnten auf der anderen Seite der Oberdorfstraße angelegt werden.

Die Nutzung als Seniorenresidenz sieht die Denkmalbehörde als problematisch an, da dafür eine Sonnenterrasse für ein Restaurant über den Wassergraben errichtet werden sollte. Außerdem wären zusätzliche Fensteröffnungen nötig und eine Umgestaltung der Repräsentativräume im Erdgeschoss des Südflügels, die eigentlich unverändert erhalten bleiben sollen.

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Ähnliche Probleme gibt es beim Konzept Wohnen, für das ebenfalls zusätzliche Fenster nötig wären, da Wohnräume belichtet werden müssen. Zudem sollen bei dieser Nutzungsart Teilbereiche des Innenhofes als private Gärten genutzt werden. "Dies ist aus denkmalpflegerischer Sicht ausgeschlossen. Eine Wohnnutzung könnte zudem weitere Schwierigkeiten mit sich bringen (zum Beispiel Brand- und Schallschutz)", teilt die Denkmalbehörde mit.

Die Frage der SPD, ob der Verwaltung bekannt sei, dass eine Stiftung das Schloss kaufen möchte oder das Land es behalten will, um dort die Friedrich-Ebert-Stiftung unterzubringen, wurde verneint. Der Verwaltung lägen nur die drei genannten Konzepte vor. Nach dem Umzug des Landesarchivs nach Duisburg im letzten Jahr hat das Land keine weitere Verwendung mehr für das Barockschloss. Der Verkauf gestaltet sich aber schwierig, weil das einzige Wasserschloss Düsseldorfs - ebenso wie der dazugehörige Park - unter Denkmalschutz steht. Zudem befindet sich die Bausubstanz in einem schlechten Zustand, da in den vergangenen Jahren durch das Land nur die nötigsten Schäden behoben wurden.

(RP)