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Mörsenbroich/Rath: Bolzplatz: Kinder dürfen mitgestalten

Mörsenbroich/Rath : Bolzplatz: Kinder dürfen mitgestalten

Ein neuer Bolzplatz und die Umgestaltung des Vorplatzes des Jungen Schauspielhauses sind die ersten Projekte, die im Rahmen der "Sozialen Stadt" umgesetzt werden. Die Verwaltung erläutert den Sachstand.

Jedes Jahr will die Verwaltung in der Bezirksvertretung (BV) 6 vorstellen, wie weit die Planungen für die Projekte des Förderprogramms "Soziale Stadt" sind. So stehen für Bereiche der Stadtteile Mörsenbroich und Rath rund vier Millionen Euro zur Verfügung, die zu 40 Prozent von der Stadt und zu 60 Prozent vom Land gestellt werden. Das Geld soll bis 2016 in Projekte fließen, die zur Verbesserung der Lebenssituation im Projektgebiet beitragen können. Für zwei Projekte hat jetzt die Verwaltung die Planungen in der BV 6 vorgestellt. Ihre Umsetzung wurde von den Lokalpolitikern einstimmig beschlossen.

Als Erstes wird ein neuer Bolzplatz am Ratherbroicher Grenzgraben gebaut, der nach Wünschen der Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung gestaltet wird. Dort gibt es bereits einen Fußballplatz, der sich aber in einem sehr schlechten Zustand befindet und nur schwer zugänglich und einsehbar ist. Das Spielfeld soll deshalb in die Mitte der Grünanlage verschoben werden. "Ein spezieller, federnder Belag, der auf einer Asphaltdecke aufgetragen wird und hochwertige Tore sollen dann für optimale Spielverhältnisse sorgen", sagt Barbara Wolf vom Stadtplanungsamt. Außerdem wird die Anlage, zu der auch eine Streetball-Fläche gehören wird, beleuchtet, damit dort auch in der dunkleren Jahreszeit gekickt oder ein paar Körbe versenkt werden können. Insgesamt werden der Platz und die Umgestaltung des Umfelds rund 500 000 Euro kosten. Im nächsten Jahr soll die Anlage bereits eröffnet werden.

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"Wir sind froh, dass hier Qualität im Vordergrund steht, eine dauerhafte Lösung angestrebt wird und die Wünsche der Jugendlichen berücksichtigt werden. Das Projekt zeigt, dass man gewillt ist, in Rath zu investieren", sagt CDU-Ratsfrau Sylvia Pantel, die sich massiv für das Förderprogramm eingesetzt hat.

Dieses sieht auch die Umgestaltung des Platzes vor dem Jungen Schauspielhaus vor. Hier wurden ebenfalls mit den Betroffenen — Nachbarn, Vertreter von Polizei, Jugendamt, Schauspielhaus, der Jugendfreizeiteinrichtung und Politikern — die Pläne erarbeitet. Der Entwurf sieht vor, in der Mitte des Platzes ein farbiges ebenerdiges Oval anzulegen. Dieses soll bei Darbietungen des Theaters als Aktionsfläche aber auch als Mittelpunkt des Quartiers dienen. An das Oval wird der vorhandene Container des Kulturzentrums der Generationen angegliedert, dessen Fassade als Kulisse für Aufführungen oder als Fläche für Aktionen genutzt werden kann. Ein Lichtmast mit Einzelspots wird für eine gute Ausleuchtung des Platzes sorgen. Auf diesem werden große, bunte und sehr stabile Sitzskulpturen gestellt, die flexibel umgesetzt werden können.

Ein grüner Paravent aus Spalierbäumen sorgt zudem für Lärm- und Sichtschutz. Hinzu kommen noch in den Boden eingelassene Hülsen für das Aufstellen von Sonnenschirmen. Damit könnte beispielsweise die Gastronomie des Theaters bei schönem Wetter auch auf den Platz verlegt werden. Aufgestellt werden auch neue Fahrradständer und drei Fahnenmasten, mit denen das Haus optisch hervorgehoben werden kann. Neu gestaltet wird der Übergang zum Spielplatz in der Schwietzkestraße. Dieser Teil der verkehrsberuhigten Straße soll mit Farbmarkierungen deutlich als Bewegungsraum für Kinder hervorgehoben werden. Die Fördergelder für das 250 000 Euro teure Projekt wurden bereits beim Land beantragt und sollen voraussichtlich Anfang 2014 bewilligt werden, damit die Umbauarbeiten danach beginnen können.

(brab)