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Bilk: Sparta Bilk und das Abenteuer Bezirkliga

Bilk : Sparta Bilk und das Abenteuer Bezirkliga

Der Aufsteiger steht vor einer schweren Saison. Da sechs Teams absteigen, muss die Mannschaft von Trainer Dragan Dasovic Zwölfter werden, um die Klasse zu halten. Das Gerüst der Mannschaft ist geblieben, zwölf Spieler sind neu.

Der Saisonstart könnte schwerer fast gar nicht sein. Die Fußballer von Sparta Bilk müssen an den ersten beiden Spieltagen ausgerechnet gegen die SG Unterrath und den Rather SV antreten, zwei Klubs, die am Ende der Bezirksligasaison in der Tabelle ganz oben erwartet werden Sparta dagegen backt als Neuling und Aufsteiger aus der Kreisliga A naturgemäß ganz kleine Brötchen. Für die Mannschaft wird es in der anstehenden Saison ausschließlich darum gehen, den direkten Wiederabstieg zu vermeiden.

Trainer Dragan Dasovic, der sich seit der Winterpause der vergangenen Saison bei den Bilkern engagiert, sieht dem schweren Start ganz gelassen entgegen: "Dann wissen wir wenigstens von Beginn an, wo wir stehen", sagt er.

Für den Klassenerhalt wird eine große Anstrengung nötig sein. Das wissen die Bilker. Sie müssen sich nicht nur an die Höhenluft in der Bezirksliga gewöhnen. Schwierig ist der Überlebenskampf auch deshalb, weil in der anstehenden Saison wegen der Ligen-Reform sechs Teams absteigen werden. Sparta muss also Zwölfter werden, um die Klasse zu halten. Dasovic und seine Schützlinge wollen das über Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit erreichen, die auch in der Aufstiegssaison das Pfund waren, mit dem sie wucherten.

Bilk geht mit einem jungen Team in das Abenteuer Bezirksliga. Das Durchschnittsalter beträgt lediglich 22,5 Jahre. Mit Christian Bergmeier und Hivoyuki Goto sind lediglich zwei Akteure jenseits der 30 Jahre.

Bergmeier ist als Spielführer in die Vorbereitung gegangen, Stürmer Domenico Racosta ist sein Stellvertreter. "Ob sie das bleiben, das werden aber erst die nächsten Wochen bis zum ersten Spieltag zeigen", sagt der Coach. Er macht die Entscheidung von der weiteren Entwicklung der Mannschaft abhängig. "Dabei geht es um Erfahrung, Charakter, Ansehen in der Mannschaft. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle." Offen ist auch noch, ob der Trainer oder die Spieler die Entscheidung treffen. Das letzte Wort behält sich Dasovic aber vor.

Spartas Vorteil ist, dass das Gerüst der Erfolgsmannschaft des vergangenen Jahres im Großen und Ganzen weiterbesteht. Torwart Sebastian Schau, der offensive Regisseur Gökhan Karabas, Björn Kienert, Patrick Werschau, Marcel Müller und Domenico Racosta sind geblieben und bilden auch weiterhin die spielstarke Achse der Truppe.

Schmerzhafte Verluste gab es aber auch: Mit Mark Hennecke (zu BV 04), Dominic Christof (zum TV Kalkum-Wittlaer) und Frederic Jasmus (zum FC Tannenhof) sind drei Leistungsträger abgewandert, die Dasovic gerne behalten hätte. Nicht mehr im Kader stehen außerdem Tim Jebe und Osman Er (Ziel unbekannt) sowie Peter Filocha und Steffen Franken (beide Karriereende).

Auf der anderen Seite hat Sparta zwölf neue Spieler aufgenommen und derzeit einen 24er-Kader zusammen: Neu sind Torwart Patrick Marleau (TuRU 80), die Abwehrspieler Thomas Müller (Bonn) und Ali Gür (Schwarz-Weiß), die Mittelfeldspieler David Cheesa (TuRU II), Dimitrios Vassiliadis (Hermes), Toni Glavas (VfL Benrath)und Tobias See (Benrath/Hassels) sowie die Stürmer Kristijan Jovic (Rather SV), Ümit Yerday, Emmanuel Fobie (beide eigene A-Jugend) und Kay Schmidt (CfR Links). Dazu kommt noch Nico Hoppe, der nach seiner einjährigen Auszeit wieder die Fußballschuhe schnürt.

Nach dem 6:1 gegen den TSV Norf gab es am Samstag eine 1:3-Niederlage beim Bezirksliga-Konkurrenten FC Büderich. "Da sah man, dass zwischen Kreisliga A und Bezirksliga ein Unterschied besteht", sagt Dasovic. "Meine Mannschaft muss noch lernen, dass es in der Bezirksliga körperlich mehr zur Sache geht. Sie muss die Zweikämpfe annehmen." Das nächste Testspiel wird am Samstag ab 13 Uhr ausgetragen: Sparta spielt dann bei TuRU II.

(RP)