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Altbestand in Düsseldorf-Aktstadt: Haus an Heinrich-Heine-Allee wird abgerissen

Politik in Düsseldorf : Altes Haus an der Heinrich-Heine-Allee verschwindet

Das Haus mit der Nummer 14 wurde in den 1920ern gebaut. Fünf Wohnungen sind heute noch in dem Objekt, das Erdgeschoss steht seit Dezember 2019 leer. Die Politik bedauert die Abriss-Pläne.

Wieder geht es in Düsseldorf einem Altbestand an den Kragen. Die Bezirksvertretung 1 wird in ihrer Sitzung am Freitag, 30. April, über den Abriss des Hauses an der Heinrich-Heine-Allee mit der Hausnummer 14 abstimmen. Inzwischen ist es nicht mehr üblich, dass den Gremien in den Bezirken Abrissanträge vorgelegt werden, außer die Objekte unterliegen einer Satzung. So wie das Haus an der Heinrich-Heine-Allee, für das es eine Erhaltungssatzung gibt, zusätzlich befindet es sich im Umgebungsschutz des Denkmals Heinrich-Heine-Allee 16a, also der Deutschen Oper am Rhein.

Bezirksbürgermeisterin Annette Klinke (Grüne) bedauert es sehr, dass das Gebäude weichen soll, weil es eigentlich noch in einem guten Zustand ist. „Wir können kundtun, dass uns das nicht gefällt“, sagt Klinke. Aber einen richtigen Grund, um dagegen zu stimmen, gebe es nicht. So sieht es auch die Verwaltung. Durch die Erhaltungssatzung würden neben der Bebauung der Altstadt aus dem 17. und 18. Jahrhundert auch Gebäude mit unverfälschten Fassaden und solche, die in ihrer Bausubstanz klassizistisch geprägt seien, geschützt. Das Haus mit der Nummer 14 sei aus den 1920ern, durch einen Umbau in den 60ern sei aber der klassizistische Stil durch die Vermischung der Baustile verfälscht worden. Beim Thema Nachhaltigkeit bestehen aus Sicht der Verwaltung ebenfalls keine Bedenken, da der Baukörper energetisch eine schlechte Bilanz aufweise.

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In dem Haus, das zwischen Heinrich-Heine-Allee und Neustraße liegt, gibt es aktuell fünf Wohneinheiten, das Erdgeschoss steht seit Dezember 2019 leer. Nach dem Abriss soll das Grundstück neu bebaut werden, bei der Bauaufsicht liegt aber noch kein Antrag vor. Die Bezirksvertretung wird am Freitag ab 14 Uhr im Plenarsaal des Rathauses tagen. Die Politiker und Besucher können vorher einen Corona-Schnelltest machen.

(nika)