Zentralbibliothek: Blogger erzählen von ihrer Liebe zu Büchern

Zentralbibliothek: Blogger erzählen von ihrer Liebe zu Büchern

Auf der Bühne steht ein bunt gestreiftes Sofa, ein Tischchen mit Leselampe sorgt für Wohnzimmer-Atmosphäre. Die großen weißen Lettern "#Blogsofa" neben dem Zweisitzer verraten, was an diesem Abend in der Zentralbibliothek angesagt ist. Drei Mal im Jahr folgen Blogger der Einladung der Bibliothek und begegnen ihren Lesern nicht wie üblich über das Internet, sondern von Angesicht zu Angesicht.

"Wir möchten die digitale Welt und die Bibliothek zusammenbringen", erzählt Stephan Schwering, Leiter der Zentralbibliothek. "Im Netz passiert so viel. Hier können wir den Bloggern auch mal ein Live-Publikum geben." Das Thema wechselt mit jeder Veranstaltung. "Heute haben wir ein ganz abgefahrenes Thema für eine Bibliothek: Literatur", scherzt Moderatorin Wibke Ladwig, die große Freude an den Veranstaltungen hat. "Ich komme selbst aus der Buchbranche. Das ist wie ein Familientreffen für mich."

Bei den Gesprächen geht es weniger um die Inhalte der Blogs als um die Personen dahinter. Florian Valerius etwa, der als der Shooting-Star der Szene gehandelt wird und den Sonderpreis des Buchblog Awards 2017 gewonnen hat, erzählt, dass sein Instagram-Account eher aus Langeweile entstand. "Ich kann noch gar nicht verstehen, was so alles passiert ist und warum", gibt er lachend zu. Anja Darmstadt berichtet von ihrem Stapel ungelesener Bücher - und zeigt sich entsetzt, als sie gefragt wird, ob sie auch welche wegwerfe. Stefanie Leo verrät, wie sie zu ihren Hühnern kam, und erzählt von ihren Wanderplänen. Die Lieblingsbeschäftigung von Uwe Kalkowski (Gewinner des Hauptpreises des Buchblog-Awards) ist es, mit einem Buch in einem Café zu sitzen. "Das ist das Schönste, was es gibt", meint er.

Das nächste "#blogsofa" findet am 19. Juli statt. Es wird live über Facebook gestreamt. Zuschauer und Besucher können dort und auch bei Twitter direkt kommentieren.

(nes)