Lokalsport: Kleiza bittet um Vertragsauflösung

Lokalsport: Kleiza bittet um Vertragsauflösung

Der Topscorer des Basketball-Regionalligisten ART Giants gehört beim 61:58-Sieg gegen Dorsten schon nicht mehr zum Kader. Er kehrt in seine Heimat Litauen zurück.

Das ist ein Schock für die Basketballer der ART Giants: Topscorer Paulius Kleiza, mit dem Durchschnittwert von 18,2 Punkten fünftbester Spieler der 1. Regionalliga, hat um die sofortige Auflösung seines Vertrages gebeten. Schon im Heimspiel gegen die BG Dorsten, das die Düsseldorfer knapp mit 61:58 (28:27) gewannen, stand er nicht mehr im Kader.

"Aus persönlichen Gründen kann Paulius die Saison nicht bei uns zu Ende bringen. Er möchte zurück in seine Heimat nach Litauen gehen. Dieser Wunsch kam für uns sehr überraschend. Keiner hat was geahnt, er hat es nicht vorher angekündigt", verrät Trainer Jonas Jönke. Den Weggang von Kleiza, der seit zweieinhalb Jahren für Düsseldorf (zunächst für den ART, nach der Fusion für die ART Giants) auf Korbjagd gegangen ist, wiegt schwer. "Wir respektieren seine Entscheidung. Aber sein Abschied ist ein herber Verlust. Paulius hat uns gerade in den letzten Spielen getragen und ist unsere wichtigste Scoring-Option", betont Jönke. Ob die Düsseldorfer in der Winterpause einen Akteur verpflichten, der Kleizas Rolle übernimmt, muss in Sondierungsgesprächen geklärt werden.

Unter dem Eindruck des plötzlichen Abschieds ihres Mitspielers wirkten die Düsseldorfer gegen Dorsten etwas gehemmt. Hinzu kam, dass Jan Möhring, wie Kleiza ein guter Distanzschütze, ebenso fehlte wie Manuel Bojang und Mak Krvavak. Aus dem achtköpfigen Kader waren Kapitän Sebastian Rathjen und Max Dohmen auch noch angeschlagen. "In dieser Situation war nicht zu erwarten, dass wir gegen die Dorstener, die zuletzt einige Duelle eng gestalten konnten, filigranen Basketball spielen. Es war ein Kampfspiel. Diesen Kampf haben meine Jungs angenommen. Ein Riesenkompliment dafür", lobte Jönke.

Seine Einsatzzeit nutzte besonders Youngster Yannick Mettner, der elf Punkte erzielte. "Yannick trainiert hart. Ich habe immer gesagt, dass seine Zeit kommt. Jetzt hat er diese Chance genutzt und sich seine 21 Minuten Einsatzzeit absolut verdient", betonte der Coach.

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Trotzdem war es ein Spiel auf Messers Schneide. Nach einem 11:17 im ersten Viertel übernahmen die Gastgeber bald die Führung. Im dritten Viertel gerieten sie wieder kurzzeitig in Rückstand. 33 Sekunden vor dem Abpfiff kam der Gegner bis auf zwei Zähler heran. Doch Rathjen mit zwei Freiwürfen und Lyuben Paskov brachten den Sieg ins Ziel.

Für Florian Flabb hält die schwarze Serie bei der SG Sechtem an: Als Spieler konnte er dort nie gewinnen, und nun zog er auch als Trainer der ART Giants II (2. Regionalliga) mit 67:83 den Kürzeren. "Wegen Krankheiten und Verletzungen standen mir nur sieben Spieler zur Verfügung", verriet Flabb. Ein gelernter Aufbauspieler war nicht darunter, also nahmen sich Dominik Beram und Lars Hohlbein der Sache an. "Leider haben die Sechtemer gemerkt, dass einige von uns auf ungewohnten Positionen unterwegs waren. Sie haben von Beginn an viel Druck ausgeübt", berichtete der Coach.

Schon zur Pause lag sein Team mit 15 Punkten in Rückstand. In der zweiten Halbzeit kamen die Düsseldorfer heran, doch diese Aufholjagd stoppten die Gastgeber und siegten souverän. Für die ART Giants II war es die erste deutliche Niederlage in dieser Saison. Sie überwintern dennoch auf einem starken dritten Platz.

(RP)