Erweiterung kostete sieben Millionen: Kreuz Breitscheid: Umbau beendet

Erweiterung kostete sieben Millionen: Kreuz Breitscheid: Umbau beendet

Ein halbes Jahr dauerten die Arbeiten, nun sind sie abgeschlossen und nur noch letzte kleine Ergänzungen notwendig: Das Breitscheider Kreuz wurde erneuert. Vor allem wurde die Verbindung der A 3 zur A 52 Richtung Düsseldorf im Umfang verdoppelt. Bewährungsprobe zum Ferienende.

Über das Breitscheider Kreuz fährt ein großer Teil der täglich rund 250.000 Pendler in die Stadt — und das führte jeden Morgen zu kilometerlangen Staus auf A 3, A 52 und A 44. Doch das ist jetzt vorbei: Das Kreuz wurde umgebaut, erweitert, vergrößert, die Räume für den Verkehr so gestaltet, dass die vielen Fahrzeuge flüssiger durchs Kreuz kommen.

Vor allem die Zufahrt von der A 3 zur A 52 Richtung Düsseldorf war für die Masse an dort abbiegenden Wagen schon seit Jahren viel zu eng. Der Verkehr staute sich an den meisten Tagen zwischen 7 und 9 Uhr bis weit vor die Abfahrt Duisburg-Wedau. Wer im Kreuz Richtung Düsseldorf wollte, ordnete sich schon früh auf die ganz rechte Spur ein, was zu Rückstaus auch auf den beiden anderen Bahnen führte. Vor allem ortsfremde Lkw-Fahrer verursachten kurz vor der Kreuzung häufig haarsträubende Situationen, wenn ihnen klarwurde, dass sie unnütz warteten, weil sie ja gar nicht abbiegen wollten und plötzlich die Spur wechselten.

Nun, nach dem Umbau, kann der Verkehr Richtung Düsseldorf zweispurig abbiegen. Und erst am Ende dieser beiden Spuren zweigen die Verbindungen Richtung Essen (auf die A 52) und Richtung Krefeld (auf die A 524) ab — was die Lage dort zusätzlich stark entspannt, weil sich der Verkehr erst vergleichsweise spät entflechten muss.

  • Fotos : Die Bauarbeiten auf der A40 im Zeitraffer
  • Fotos : Fakten und Karten: Die Vollsperrung der A 40 bei Essen

Aber auch die anderen Verbindungen im Kreuz wurden nach und nach umgebaut und sind heute flüssiger nutzbar. Insgesamt, so ein Sprecher des zuständigen Landesbaubetriebs Straßen NRW, registriert man schon jetzt ein deutlich schnelleres Durchkommen durch diesen Knotenpunkt, den jeden Tag im Durchschnitt 200 000 Fahrzeuge passieren.

Die Arbeiten haben rund sechs Monate gedauert und sieben Millionen Euro gekostet. Der Zeitplan war eng abgestimmt mit den Plänen, die A 40 im Ruhrgebiet (Ruhrschnellweg) auf Essener Gebiet zu sperren. Diese Sperrung begann vor wenigen Wochen, exakt zu dem Zeitpunkt, als das Kreuz schon wieder größtenteils frei passierbar war. Dass es kleine Verzögerungen gab, spielte für die Gesamtlage keine Rolle mehr. Zumal sich durch eine sehr intensive Öffentlichkeitsarbeit ein großer Teil der Pendler auf die Sperrung der A 40 eingestellt hatte: Die befürchteten Mega-Staus sind jedenfalls bis jetzt ausgeblieben. Allerdings schauen die Experten bei Straßen NRW gespannt auf die nächste Woche: Dann gehen in NRW die Ferien zu Ende, und traditionell verstärkt sich der Verkehr dann schlagartig. Mit dem ersten deutlichen Zuwachs rechnet man kommenden Montag, und dann am ersten Schultag am Mittwoch.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bauarbeiten auf der A40 sind im vollen Gange

(RP/jco)
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