Düsseldorf: Das Problem mit dem Feinstaub bleibt

Düsseldorf : Das Problem mit dem Feinstaub bleibt

Es ist nur eine von vielen Maßnahmen, um die Feinstaubwerte in der Stadt in den Griff zu bekommen, doch natürlich ist die Ausweitung der Umweltzone für die meisten Düsseldorfer und ihre Gäste die wichtigste. Die neue Zone soll die linksrheinischen Stadtteile mit einbeziehen und sich im Norden an der A 44, im Süden an der A 46 und im Osten an Reichswaldallee und Gerresheim orientieren.

Die Stadt plant, dass auch in der erweiterten Zone Autos mit gelben Plaketten fahren dürfen, und hofft, damit eine Expertenrunde bei Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Grüne) zufriedenzustellen. Doch ob ihr das in dieser Form gelingt, ist eher fraglich.

Umweltschützer sähen lieber die Umweltzone auf das ganze Stadtgebiet ausgeweitet und wollen zudem nur Autos mit grünen Plaketten zulassen. "Scharfschalten der Umweltzone auf grüne Plaketten", nennt der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) das etwa. Die Expertenrunde tagt am 20. September und entscheidet, ob die beschlossenen Maßnahmen ausreichen, um die Feinstaubwerte in den Griff zu bekommen.

Bei negativem Ergebnis drohen der Stadt Bußgelder. Zu den Maßnahmen gehört auch die neue sogenannte Festbrennstoff-Verordnung für Öfen, in denen Holz und Kohle verbrannt werden. Etwa 20 000 derartige Öfen erzeugen jährlich 31 Tonnen Feinstaub.

Bis Ende 2012 muss Düsseldorf sicherstellen, dass die Feinstaub-Konzentrationen in der Luft die EU-weit vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreiten. Immer noch gehört Düsseldorf zu den Städten mit sehr schlechter Luft in Deutschland. Auch die Konzentration von Stickoxiden liegt wohl weit über künftige Grenzwerte, schätzen Experten.

(RP/ila)