Düsseldorf: Handwerk bietet Jobs für Flüchtlinge

Düsseldorf: Handwerk bietet Jobs für Flüchtlinge

Das Düsseldorfer Projekt "Chance Handwerk" will den Weg auf den Arbeitsmarkt erleichtern.

Die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf hat als Träger vor einigen Monaten das Projekt "Chance Handwerk" entwickelt. Ziel ist es, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu vermitteln, respektive ihnen eine Stelle im Handwerk zu offerieren. Unterstützt von den beiden offiziellen Fördergebern, dem Jobcenter Düsseldorf und dem Land Nordrhein-Westfalen, ist dieses Projekt am 1. April dieses Jahres gestartet.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer in der laufenden Maßnahme kommt aus Syrien, der Rest aus anderen Staaten, darunter Irak und Afghanistan. Das Projekt umfasst einen Deutsch-Intensivkurs und Kenntnisprüfungen im handwerklichen Bereich sowie Praktika in verschiedenen Betrieben. Zielsetzung ist die Vermittlung der Teilnehmer in Ausbildung oder Beruf.

Nach rund fünf Monaten Projektlaufzeit zogen die Initiatoren nun ein Fazit der bisherigen Arbeit. "Damit wollen wir auch weitere Unternehmen gewinnen, die sich an diesem Projekt als Ausbildungsbetriebe beteiligen", sagte Thomas Dop-heide, Inhaber eines Schreinerbetriebes und Kreishandwerksmeister in Düsseldorf.

20 Teilnehmer hat "Chance Handwerk" zum jetzigen Zeitpunkt, sie sind zwischen 20 und etwa 40 Jahren alt. Einer von ihnen ist Khaled Ashrafani. Der 30-jährige Syrer ist seit genau einem Monat Auszubildender im Autohaus Moll. Er macht dort die Lehre zum Kraftfahrzeugmechatroniker. Vorher arbeitete er dort als Praktikant, unter anderem im Bereich Karosseriebau. Es sei nicht leicht gewesen, eine Stelle zu finden, das Projekt habe ihm das sehr erleichtert. "Ich hoffe, nach der Lehre eine Anstellung zu bekommen", sagt Khaled Ashrafani.

Unternehmer Timm Moll vom Autohaus Adelbert Moll gehört zu den Betrieben, die sich intensiv am Projekt beteiligen. "Das hier ist eine wichtige Schule, wir wollen die Leute gut ausbilden, denn wir übernehmen auch oft die Lehrlinge im Anschluss an eine Berufsausbildung", sagt Moll. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds, Unterstützung kommt auch von der Landeshauptstadt Düsseldorf.

(tb.)