Kasematten: "Gosch"-Betreiber hatte keine Baugenehmigung

Kasematten: "Gosch"-Betreiber hatte keine Baugenehmigung

Für das Zelt der "Gosch"-Gastronomie in den Kasematten hat es keine Baugenehmigung gegeben. Auf Druck des Ordnungsamtes hat Betreiber Frank Engel am Montag schriftlich zugesagt, unverzüglich mit dem Abbau zu beginnen und diesen bis Donnerstagabend abzuschließen.

Dies teilte Rathaussprecherin Natalia Fedossenko mit. Der Gastronom sei damit einer Ordnungsverfügung zuvorgekommen. Der Pavillon, der die Mauer der Kasematten zur Rheinuferpromenade deutlich überragt, wäre zu keinem Zeitpunkt genehmigungsfähig gewesen, ergänzte Fedossenko. Bis zum frühen Abend war mit dem Abbau noch nicht begonnen worden.

Die RP hatte gestern berichtet, dass sich Spaziergänger auf der Rheinpromenade über das überdimensionierte Zelt beschwert hatten. Es versperrt die Sicht auf den Rhein und die Jugendstilhäuser im gegenüberliegenden Oberkassel.

Es ist nicht das erste Mal, dass Gastronom Engel Ärger mit der Stadt hat. Im Frühjahr hatte er einen seiner beiden "Gosch"-Ableger geschlossen — an der Bolkerstraße. Die Stadt habe ihm Schwierigkeiten wegen der Größe seiner Außenwerbung gemacht, sagte er damals im RP-Gespräch.

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Einen weiteren Konflikt gibt es am Unteren Rheinwerft: Die Alde Bürgersellschaft Düsseldorf fordert, dass der Wirt den Platz für eine Cocktailbar reduziert. Der Gastrobetrieb verdeckt einen geschwungenen Streifen aus blauen Steinen auf der Promenade, die die Markierung der Düsselmündung symbolisieren.

Die Alde hatten der Stadt den Belag gespendet. Engel beruft sich darauf, seine Bar sei vor den Steinen da gewesen. Die Stadt, der das Untere Rheinwerft gehört, unterstützt den Wunsch des Vereins und drängt auf eine Einigung. Engel: ""Ich sehe da keinen Kompromiss."

(RP)
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