Kriegerdenkmal: Metalldiebe stehlen Schild - Schwert erhalten

Kriegerdenkmal : Metalldiebe stehlen Schild - Schwert erhalten

Neue Wendung im Fall der Metalldiebe von Kalkum: Diebe haben das Kriegerdenkmal dort zerstört, indem sie die große Bronzeplatte entwendeten. Wie berichtet, ist diese seit etwa vier bis fünf Wochen verschwunden.

Auch das Schwert haben Unbekannte aus seiner Verankerung gerissen - ganz offensichtlich, um es später abzutransportieren. Dazu kam es jedoch nicht. "Der große gelbe Lastwagen und die Männer, die das Schild am vergangenen Freitag abgeholt haben, waren von meiner Firma beauftragt und nicht etwa Diebe", erklärte Karl-Heinz Schmäke von der gleichnamigen Gießerei.

Zeugen hatten die Männer dabei beobachtet, wie sie das Schwert in einen Lkw luden. Ensemble wird in Stand gesetzt "Wir sollen das gesamte Bronze-Ensemble im Auftrag der Stadt wieder in Stand setzen", erklärt Schmäke.

Daher sei das Schwert, dessen Guss aus dem Jahr 1954 stamme, derzeit bei der Gießerei in Oberbilk eingelagert. Schmäke selbst ist aber sicher, dass auch das Schwert gestohlen worden wäre, wenn seine Mitarbeiter am Freitag nicht im Einsatz gewesen wären, denn: "Die gesamte Verankerung war schon zerstört, alle Scharniere durchgesägt, vielleicht mit einer Flex", so Schmäke, der schon öfter für die Stadt gearbeitet hat.

Zuletzt hat die Firma die Altstadt-Skulptur, die im Volksmund "Die Streitenden" genannt wird, überarbeitet. Wie lange es dauern wird, bis das Denkmal in Kalkum restauriert ist, konnte der Fachmann gestern nicht sagen. Zunächst müsse ein Steinmetz die maroden Steine herrichten, anschließend würden diebstahlsichere Scharniere verarbeitet.

Die gesamte Anlage, die von 1930 stammt, soll auf diese Weise vor weiteren Diebstahlsversuchen geschützt werden. Die Kosten werden auf rund 10 000 Euro geschätzt.

(RP)
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