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Flughafen Düsseldorf: "Kiss & Fly" kostet vielleicht bald

"Kiss & Fly" in Düsseldorf : Airport stellt Parkschranken und Bezahlautomaten auf

Für Reisende, die von Düsseldorf in die Welt fliegen wollen, könnte es künftig umständlicher und teurer werden. Der Flughafen will die Parksituation an der Abflugebene grundlegend ändern. "Kiss & Fly" kostet vielleicht bald.

Geht das neue System in Betrieb, wird es nicht mehr möglich sein, ohne das Passieren einer Schranke inklusive Lösen eines Parktickets vor dem Flughafen im Abflugbereich vorzufahren. "Wir schaffen aktuell die baulichen Voraussetzungen für Schrankenanlagen auf der Terminalzufahrt", bestätigt Flughafen-Sprecher Christian Hinkel.

Oft Staus vor dem Flughafen

Vor allem zu Hauptreisezeiten habe es in dem Bereich immer wieder Probleme gegeben. "Ein hohes Verkehrsaufkommen in einem relativ kleinen Bereich", sagt Hinkel. Dort herrsche oftmals eine erhöhte Staugefahr, häufig werde gegen die geltenden Verkehrsregeln verstoßen, das eingeschränkte Halteverbot nicht beachtet und unberechtigterweise geparkt. "Darum prüfen wir seit geraumer Zeit, wie der Zufahrtsverkehr zum Terminal in Zukunft besser geregelt werden kann", so der Sprecher.

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Diesbezüglich hätten sich die Verantwortlichen Anfahrtslösungen an anderen Flughäfen angesehen. "Eine Variante ist, bei der Terminalvorfahrt Schranken zu passieren. Eine gewisse Zeit kann man sich bei dieser Regelung im Vorfahrtsbereich kostenfrei aufhalten, danach folgt eine Gebühr", so Hinkel. Eine solche Regelung könnte am Düsseldorfer Airport laut Hinkel sinnvoll sein. "Um uns diese Option daher offen halten, werden derzeit zunächst die baulichen Voraussetzungen für Schrankenanlagen auf der Terminalzufahrt geschaffen. Eine etwaige weitere Ausgestaltung steht im Detail aber aktuell noch nicht fest", so der Sprecher.

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Konkret heißt das, dass heute noch nicht feststeht, wie lang der Zeitraum ist, in denen Fluggäste kostenlos am Terminal parken können. Auch die Höhe der Gebühren für längeres Parken in dem Bereich ist noch nicht bekannt. Ja sogar die Einführung ist trotz der Baumaßnahmen noch nicht völlig klar. Vom Flughafen hieß es nur, man wolle das neue Anfahrtsystem zum Terminal auf keinen Fall in den Hauptreisezeiten, also den Schulferien, einführen.

Vielflieger reagieren gespalten auf die neuen Parkregelungen. Alexander Schröder-Frerkes ist als Chef der Wirtschaftskanzlei Bird & Bird häufig mit dem Flieger unterwegs und sieht es äußerst kritisch. "Ich halte das für keine gute Idee im Sinne der Kundenfreundlichkeit", sagt Schröder-Frerkes, der auch Mitglied im Flughafen-Beirat ist.

Ulrich Piepel, als Manager beim Energieversorger Innogy ebenfalls Vielflieger, begrüßt den Versuch des Flughafens. "Ich fliege sehr oft und erlebe an der Abflugebene jedes Mal Stau. Manche Leute bleiben unerlaubt eine Stunde oder länger stehen, obwohl der Bereich ja dazu dienen soll, nur sehr kurz Passagiere abzusetzen", sagt Piepel. Er weist auf Vorbilder aus den USA hin. "Dort dürfen Fahrzeuge bei vielen Flughäfen gar nicht vorfahren, sondern müssen ins Parkhaus", so der Innogy-Manager.

Eine ähnliche Regelung wie die neue gibt es bereits in Frankfurt. Dort werden bei der Anfahrt zur Ankunft Schranken passiert. Eine gewisse Zeit kann man sich dann im Vorfahrtsbereich kostenfrei aufhalten, danach folgt eine Parkgebühr.

(tb)