Düsseldorf: Dem Schack sein Cup sagt Adieu

Düsseldorf: Dem Schack sein Cup sagt Adieu

Für die Organisation des Fußballturniers hat sich kein Nachfolger gefunden.

Wenn gestandene Mannsbilder im rosa Tutu und mit Badehaube über das Fußballkleinfeld stolpern, dann ist "Dem Schack Norris sein Cup". Was 2009 bei der Premiere als Benefizturnier noch der Medien- und Gastronomie-Szene (mit schon fast 500 aktiven Teilnehmern) vorbehalten war, entwickelte sich im Verlauf der Jahre zu einem kultigen Massen-Phänomen in Düsseldorf, statt am Flinger Broich wurde in der Esprit-Arena gekickt. Der sportliche Wert war stets eher zweifelhaft, der gesellschaftliche dagegen enorm, und am Ende zählte ohnehin nur die Zahl, die unter dem Strich stand: 65.000 Euro kamen bei sieben Auflagen zunächst für das Kinderhospiz Regenbogenland, später dann für die oft vernachlässigte Kindertafel zusammen.

Cup Nummer sieben im Vorjahr wird jedoch der letzte gewesen sein. "Wir haben uns einfach mal eine Auszeit verdient", spricht Haupt-Organisator Kay Schlossmacher für sein Team, das in den vergangenen Jahren (nur einmal fiel das Turnier wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus) mit großem Aufwand gestemmt hat. Trotz oft monsunartiger Regenfälle verfolgten bis zu 1500 mitfiebernder Fans die Leistungen der 32 Mannschaften, die mindestens eine Frau und ein Kind aufstellen mussten.

"Es hat einen Höllenspaß gemacht, nahm für uns alle aber auch jedes Mal viel Zeit in Anspruch. Das schafft man auf Dauer nicht mal so eben nebenbei", sagt Schlossmacher, der daher auch Verständnis zeigt, dass sich kein Nachfolger bereiterklärt hat, in seine Fußstapfen zu treten. Er ist aber überzeugt, dass es in Zukunft andere geben wird, die Ähnliches auf die Beine stellen werden, um weiterhin Spenden zu generieren.

Es war jedenfalls all die Jahre schön mit Schack seinem Cup, die Düsseldorfer werden das Turnier vermissen. Dem Schack seine Erben werden es schwer haben.

(arc)