Düsseldorf: Entwurf für 70-Meter-Bau in Heerdt präsentiert

Düsseldorf : Entwurf für 70-Meter-Bau in Heerdt präsentiert

Nach einem Entwurf des Berliner Architekten Jürgen Mayer H. Bau für Medizin und Wohnen geplant.

Die Architektur ist markant, auch die Nutzung wird bemerkenswert sein: Auf dem Areal des Heerdter Krankenhauses soll bis 2017 nach einem Entwurf des Berliner Architekten Jürgen Mayer H. ein 70 Meter hohes Gebäude entstehen.

Blick auf das Areal: vorne das neue Hochhaus, dahinter das Dominikus-Krankenhaus, rechts die Wohnbauten. Foto: JMayerH

Die unteren fünf Geschosse sollen medizinisch genutzt werden — von Arztpraxen und mit einem OP-Bereich in der 5. Etage, der über eine Brücke mit dem benachbarten Dominikus-Krankenhaus verbunden werden soll. Die restlichen 14 Geschosse sind für Wohnen vorgesehen. Mayer H. gewann mit diesem Entwurf den Wettbewerb.

Das Gebäude scheint in sich gedreht zu sein, so dass auf unterschiedlichen Ebenen Teile der Fassade herausragen und große Terrasse entstehen. Auch ein Teil des Dachs soll begrünt werden. Im Berliner Büro des Architekten läuft dieses Projekt unter dem Namen "RKM 740" , nach dem Rheinkilometer, an dem das Areal liegt. "Es ist ein provisorischer Name", sagt André Santer vom Büro Jürgen Mayer H. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass es am Ende dabei bleibe.

Es ist nicht das einzige Projekt, das in Düsseldorf nach dem Entwurf von Mayer H. entstehen soll: Er hat die FOM-Hochschule für Wirtschaft und Management, die in Derendorf entsteht, entworfen. Beim "Quartier M", das auf dem früheren Post-Areal hinter dem Hauptbahnhof geplant ist, ist ebenfalls ein Hochhaus des Architekten vorgesehen.

Bei dem Projekt Kö-Bogen hatte Mayer H. ebenfalls einen Entwurf eingereicht, der Investor war jedoch kurz vor Ende der Wettbewerbsfrist abgesprungen. Es siegte schließlich der Entwurf von Daniel Libeskind, die Gebäude wurden im Herbst 2013 eröffnet.

Das Hochhaus an der Ecke Pariser und der Straße Am Heerdter Krankenhaus ist Teil des Gesamtkonzepts für ein neues Wohnquartier rund ums Dominikus-Krankenhaus. Insgesamt sollen dort etwa 250 Wohnungen in geschlossenen Blocks und Einzelgebäuden entstehen: 100 Eigentumswohnungen (Corpus Sireo) 120 Mietwohnungen, davon 65 sozial gefördert (Rheinwohnungsbau), plus 40 bis 50 Einheiten im Wohnturm über dem Ärztehaus.

Die Düsseldorfer Rheinwohnungsbau will mit dem Bau der Mietwohnungen, die in einem Baublock an der Pariser Straße entstehen, in diesem Jahr beginnen. An der Kribbenstraße ist ein U-förmiges Gebäude mit Sozialstation und betreutem Wohnen vorgesehen. Ziel ist es, ein sozial ausgewogenes neues Stadtviertel zu schaffen.

(RP)
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