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Düsseldorf: Engpass in der City verschwindet

Düsseldorf : Nadelöhr in der City verschwindet

Wegen des anlaufenden Weihnachtsgeschäftes werden Baustellen, soweit möglich, beendet oder verkleinert. Auch zwischen dem Hotel Breidenbacher Hof und dem Kaufhof haben die Fahrzeuge ab Donnerstag mehr Platz.

Über Monate hatte dieser Engpass den Verkehr in der City nicht nur behindert, sondern nicht selten in Teilen der Innenstadt zum Stillstand gebracht: Die Baustelle auf der Theodor-Körner-Straße zwischen Breidenbacher Hof und Kaufhof nahm den größten Teil der Straße ein und hat Rückstaus bis hin zur Oberkasseler Brücke verursacht.

Die Baustelle war 2007 kurz vor Eröffnung des Hotel-Neubaus eingerichtet worden. Sie ist das äußere Zeichen der Arbeiten an der Wehrhahn-Linie, von dort wird sowohl der neue U-Bahnhof wie auch die Unterquerung des Kaufhofs organisiert. Dauernder Baulärm von Kranen, Lkw und anderen Maschinen nervte nicht nur die Hotelgäste in ihren teuren Zimmern, auch der Kaufhof wurde an dieser Stelle erheblich beeinträchtigt, ein großer Teil seiner Schaufenster verschwand hinter dem Bauzaun.

Auch für die Fußgänger wurde das Überqueren der Straße dort zum Slalomlauf, in den vergangenen Monaten regelte eine eigens für Fußgänger geschaltete Ampel das Passieren der Straße - und verschärfte die Lage zusätzlich. Denn der aus der Heinrich-Heine-Allee nach links Richtung Kö abbiegende Verkehr konnte in diesem Engpass nur schwer, manchmal gar nicht, aber immer nur langsam abfließen. Das bemerkten viele Autofahrer aber zu spät und blockierten die Kreuzung von Heine-Allee und Breite Straße. Die Folge: noch längere Staus auch in der Gegenrichtung.

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Ab sofort soll nun der Verkehr wieder mehr Platz haben - zwei Geradeausspuren (Richtung Blumenstraße) sowie eine zum Rechtsabbiegen auf die Kö-Westseite, auf der ein erheblicher Teil des Fahrzeugstroms läuft, weil viele das unmittelbar dahinter liegende Parkhaus des Trinkaus-Centers ansteuern.

Ein weiteres, aber noch nicht gelöstes Verkehrsproblem ist auf der Schadowstraße entstanden. Für den Richtung Kö fließenden Verkehr gibt es derzeit an der Kreuzung Schadowstraße/Jacobistraße/Tonhallenstraße ein Warnschild, das die Weiterfahrt eigentlich untersagt. Aber die meisten ignorieren es - was nicht weiter wundert, denn es steht nicht mitten auf der Fahrbahn, sondern am Rand, weil es sonst die Straßenbahn behindern würde. Die darf nämlich fahren.

Den Autofahrern, die die Stelle dennoch passieren, fällt spätestens weiter vorne auf, warum sie das besser nicht getan hätten: Wegen der Öffnung des Tunnels vom Kö-Bogen ist es nicht mehr möglich, nach dem Rechtsabbiegen Richtung Dreischeibenhaus weiterzufahren, sondern man muss in einen ampelgeregelt U-Turn, der einen zurückführt Richtung Berliner Allee. Diese Biegung ist jedoch sehr schnell überlastet, der Verkehr staut sich - und ein neuer Engpass entsteht. Wie man das verhindern soll, ist unklar: "Wir haben es deutlich ausgeschildert, aber viele nehmen das nicht wahr", sagt Andrea Blome, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement.

So ähnlich ist die Situation am Martin-Luther-Platz: Der ist seit Wochen gesperrt, worauf ebenfalls einige Schilder hinweisen. Dennoch biegen täglich immer noch viele aus der Blumenstraße kommend nach links ab und stehen dann ratlos vor der - offenen! - Zufahrt zum Parkhaus Schadow Arkaden, und müssen wenden.

(RP)