Düsseldorf Der lange Weg zur Fahrradstadt

Düsseldorf · Düsseldorf soll angenehmer für Zweiradfahrer werden. Die haben noch eine ganze Menge Wünsche.

 Tobias Kyberth (l.) und Michael Kremling nutzen nicht nur privat das Rad, sondern auch geschäftlich: Sie fahren Touristen mit Fahrrad-Rikschas zu den Sehenswürdigkeiten in Altstadt, Innenstadt und Medienhafen. Sie sind zufrieden mit ihren Strecken. Kremling findet, Düsseldorf sei eine ideale Fahrradstadt: ebenerdig und mit gut befahrbaren Wegen. Tobias Kyberth beklagt sich aber über eine Problemstelle auf seinen Touren: Der Fahrradstreifen auf dem Bürgersteig der Königsallee in Richtung Kö-Graben. Denn dort kommen sich Radfahrer und Fußgänger ständig in die Quere. "Der Horror", findet er.

Tobias Kyberth (l.) und Michael Kremling nutzen nicht nur privat das Rad, sondern auch geschäftlich: Sie fahren Touristen mit Fahrrad-Rikschas zu den Sehenswürdigkeiten in Altstadt, Innenstadt und Medienhafen. Sie sind zufrieden mit ihren Strecken. Kremling findet, Düsseldorf sei eine ideale Fahrradstadt: ebenerdig und mit gut befahrbaren Wegen. Tobias Kyberth beklagt sich aber über eine Problemstelle auf seinen Touren: Der Fahrradstreifen auf dem Bürgersteig der Königsallee in Richtung Kö-Graben. Denn dort kommen sich Radfahrer und Fußgänger ständig in die Quere. "Der Horror", findet er.

Foto: Arne Lieb
 Martin Nagel absolviert seinen gesamten Alltag ausschließlich mit dem Fahrrad - obwohl er sich die Bedingungen deutlich besser wünschen würde. "Düsseldorf ist keine fahrradfreundliche Stadt", findet er. In Frankreich sei das Wegenetz für Räder erheblich besser ausgebaut, selbst in der Metropole Paris. Er würde sich mehr durchgehende Radwege wünschen, wie jetzt einer auf der Elisabethstraße entstanden ist. Stattdessen, meint er, steht man oft plötzlich vor dem jähen Ende eines Wegs. Was ihn auch nervt, sind Autofahrer, die Wege zuparken, etwa um zu telefonieren. Er fragt sich: "Muss das sein?"

Martin Nagel absolviert seinen gesamten Alltag ausschließlich mit dem Fahrrad - obwohl er sich die Bedingungen deutlich besser wünschen würde. "Düsseldorf ist keine fahrradfreundliche Stadt", findet er. In Frankreich sei das Wegenetz für Räder erheblich besser ausgebaut, selbst in der Metropole Paris. Er würde sich mehr durchgehende Radwege wünschen, wie jetzt einer auf der Elisabethstraße entstanden ist. Stattdessen, meint er, steht man oft plötzlich vor dem jähen Ende eines Wegs. Was ihn auch nervt, sind Autofahrer, die Wege zuparken, etwa um zu telefonieren. Er fragt sich: "Muss das sein?"

Foto: Arne Lieb
 Îst Düsseldorf eine fahrradfreundliche Stadt? "Auf keinen Fall!", meint Karina Geimer. Es fehle an Radwegen, dazu kämen die Zweite-Reihe-Parker, denen man ausweichen müsse. Darüber hinaus seien die Straßenbahn-Schienen gefährlich, sie selbst sei auch schon mit dem Reifen in eine Schiene geraten. Abhalten vom Radfahren lässt sie sich davon aber nicht: Das Verkehrsmittel sei günstig, ökologisch sinnvoll und verschaffe einem Bewegung. "Ich fahre auch bei Regen." Und man kann sogar umsonst an der Kö parken.

Îst Düsseldorf eine fahrradfreundliche Stadt? "Auf keinen Fall!", meint Karina Geimer. Es fehle an Radwegen, dazu kämen die Zweite-Reihe-Parker, denen man ausweichen müsse. Darüber hinaus seien die Straßenbahn-Schienen gefährlich, sie selbst sei auch schon mit dem Reifen in eine Schiene geraten. Abhalten vom Radfahren lässt sie sich davon aber nicht: Das Verkehrsmittel sei günstig, ökologisch sinnvoll und verschaffe einem Bewegung. "Ich fahre auch bei Regen." Und man kann sogar umsonst an der Kö parken.

Foto: Arne Lieb
(arl)
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