Polizei Düsseldorf erhöht Druck auf Tuning-Szene

Kontrollen : „Die Tuning-Szene behalten wir im Auge“

Im vergangenen Jahr hat die Polizei acht Großkontrollen in der Autotuner-Szene durchgeführt. Der Druck soll weiter hoch bleiben.

(sg) Es ist noch gar nicht so lange her, da waren junge Erwachsene – früher auch: Halbstarke – die schlimmsten Rowdys im Straßenverkehr und auch überproportional auf der Seite der Unfallverursacher vertreten. Das ist zumindest in Düsseldorf schon seit einigen Jahren nicht mehr der Fall, und auch die Statistik für 2018 sieht in der Altersgruppe von 18 bis 24 in diesem Bereich keine Auffälligkeiten mehr.

Viel öfter hat die Verkehrspolizei mit dieser Gruppe in einem Zusammenhang zu tun, der erstmals im Verkehrsbericht auftaucht: Es geht um die AG Tuning, die Arbeitsgruppe der Polizei, die sich mit hochgerüsteten (nicht selten: übermotorisierten) Fahrzeugen befasst. 733 solcher Fahrzeuge wurden voriges Jahr kontrolliert, 56 davon sichergestellt.

Streng genommen hat diese Bilanz in der Unfallstatistik nichts zu suchen, sagt Polizeipräsident Norbert Wesseler. Aber es ist ein nicht gerade unaufwendiger Teil der verklehrspolizeilichen Arbeit, diese Szene im Blick zu behalten. Nicht nur wegen der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge, sondern auch, weil die meist lautstarken Treffen der Szene mit viel Herumfahren in den aufgemotzen Karossen verbunden ist. Das ist vielleicht nicht gefährlich, aber vor allem für die Anwohner der Treffpunkte (am Südring und am Rheinufer) lästig und störend. Verkehrsdirektor Jürgen Lankes versprach: „Wir bleiben dran und behalten die Szene im Auge.“

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