Polizei Düsseldorf stellt weniger Knöllchen aus

Polizei-Statistik : Polizei stellt weniger Knöllchen aus

53.327 sogenannte folgenlose Verkehrsverstöße wurden voriges Jahr geahndet. 2016 waren es noch zehntausend mehr.

(sg) Es liegt vermutlich weniger daran, dass die Düsseldorfer und die Pendler regeltreuer geworden wären als noch vor zwei Jahren, sondern eher daran, dass der Personalengpass der Polizei eben irgendwo auch sichtbar werden muss. Und Kontrollen im Straßenverkehr sind nun einmal personalaufwendig.

Fast 40.000 Strafzettel gab es allein durch Tempokontrollen, 1096 wegen Alkohol am Steuer, und rund 1700 Knöllchen bekamen Fußgänger, die sich falsch verhalten hatten. Das waren in den Vorjahren deutlich mehr, nicht zuletzt, weil die Polizei mit Schwerpunktaktionen gegen die Rotlicht-Ignorierer vorgegangen war.

5401 Strafzettel gingen an Fahrradfahrer, wegen Fahrens auf der falschen Straßenseite, Rotlichtverstößen und Abbiegefehlern. Auch da waren in den vergangenen Jahren durch Schwerpunktkontrollen höhere Zahlen zusammengekommen. Deutlich gestiegen ist die Zahl der erwischten Handy-Nutzer. Dabei ist telefonieren ohne Freisprechanlage noch der geringste Verstoß. Nachrichten schreiben und lesen während der Fahrt kommt durchaus häufig vor. 10.475 Knöllchen gab es deshalb voriges Jahr, zwölf Handys hat die Polizei nach Unfällen sogar sichergestellt, um nachzuweisen, dass die Nutzung mit dem Unfall zusammenhängen könnte. Trotzdem ist sich Jürgen Lankes sicher, dass nur ein Bruchteil der Fahrer, die es tun, auch bekannt geworden ist. „Bei der Handynutzung dürfte die Dunkelziffer viel höher sein.“

In der Statistik ist übrigens die Rede von der „Nutzung elektronischer Geräte“. Das kommt besonders den Autobahnpolizisten (die Düsseldorfer Polizei ist auch für rund 700 Autobahn-Kilometer im Regierungsbezirk zuständig) zu gute. Die haben es nämlich nicht nur mit telefonierenden, sondern auch mit TV-guckenden, Kaffee kochenden oder Computerspielenden Fahrern zu tun, vor allem in den Fahrerhäusern schwerer Lkws. Die Kontrollen sollen in allen Bereichen wenigstens beibehalten werden.

Mehr von RP ONLINE