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Parken in Düsseldorf: Ärger um Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge

Parken in Düsseldorf : Ärger um Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge

Mit DriveNow und Car2go erobern gerade gleich zwei große Carsharing-Unternehmen Düsseldorf. Ihre Mitgliederzahlen wachsen schnell und deswegen werden auch die Fahrzeugflotten ausgebaut. Bis Jahresende werden es 450 Autos sein - und alle stehen, wenn sie nicht ausgeliehen sind, auf öffentlichen Parkplätzen.

Das wurde vertraglich mit der Stadt geregelt. Einige Anwohner der Innenstadt sind darüber verärgert. Die Vorwürfe: Die vielen Carsharing-Autos nehmen uns die ohnehin schon knappen Parkplätze weg. Doch sind die nicht ohnehin die meiste Zeit ausgeliehen? Eine Erhebung der Stadt zeigt, dass tatsächlich viele Fahrzeuge häufiger parken, als sie bewegt werden. Gestern um 14 Uhr waren nur 80 der 220 Fahrzeuge der Firma Car2go unterwegs - der Rest parkte auf öffentlichen Flächen. Bei DriveNow parkten zur gleichen Zeit 120 von 150 Autos, wie die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Andrea Blome, auf Anfrage sagte. Beide Firmen zahlen an die Stadt einen Ausgleich für die entgangenen Parkgebühren. Wie hoch dieser ist, wollten weder die Firmen noch die Stadt preisgeben. Nach Informationen unserer Zeitung liegt er bei etwa 800 Euro pro Jahr. DriveNow-Sprecher Michael Fischer: "Wir beobachten diese Reaktionen der Anwohner zu Beginn in allen Städten. Mittelfristig aber entspannt Carsharing die Parkplatzsituation, wenn Kunden ihre eigenen Autos oder zumindest die Zweitwagen abschaffen."

Car2go-Sprecher Andreas Leo legt Wert darauf, dass die Smarts seiner Firma deutlich kleiner sind und weniger Parkraum, als die meisten Fahrzeuge brauchen. Vieles spricht übrigens dafür, dass die Verknappung von Parkraum gefühlt ist: "Alle Carsharing-Autos machen nur 0,1 Prozent der 275 000 Düsseldorfer Autos aus."