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Düsseldorfer Altstadt: Altstadtpflaster: Sanierung geht voran

Düsseldorfer Altstadt : Altstadtpflaster: Sanierung geht voran

Zwischen Mühlenstraße und Carlsplatz werden 23.000 Quadratmeter Pflaster neu verlegt. Immer wieder gibt es allerdings Kritik an den grauen Betonsteinen, die an vielen Stellen schon wieder verschmutzt sind.

Das alte Kopfsteinpflaster in der Altstadt ist in großen Teilen nur noch Geschichte. Die neuen mittelgrauen Betonsteine bestimmen jetzt weitgehend das Straßenbild. Rund 5,7 Millionen Euro wird die Stadt dafür ausgegeben haben, die knapp 23.300 Quadratmeter zwischen Mühlenstraße und Carlsplatz sowie zwischen Markt- und Hunsrückenstraße neu zu pflastern. Erst 2014 sollen die Arbeiten insgesamt abgeschlossen sein, aber auf den Hauptachsen wie Flinger und Bolker Straße präsentiert sich die Landeshauptstadt schon in neuer Optik.

Auf der Flinger Straße, zwischen der Mittel- und der Bergerstraße ist das Pflaster bereits komplett verlegt. Der Abschnitt zwischen Grabenstraße und Carlsplatz wird noch bis Ende August bearbeitet. Zurzeit sind die Arbeiter an der Bolker Straße damit beschäftigt, die neuen Steine zu verlegen.

Der alte Belag wird 50 Zentimeter tief ausgebaut und die Fläche mit Schotter aufgefüllt. Anschließend wird das neue Pflaster verlegt, das von Anfang an nicht unumstritten war. Erst gab es Probleme bei der Auswahl des Belags. Als die ersten Platten verlegt waren, gab es herbe Kritik.

An der Berger Straße/Carlsplatz platzen die ersten Steine wenige Wochen nach der Verlegung an den Rändern auf. Die Stadt machte schlampiges Arbeiten der Handwerker dafür verantwortlich.

Beim Verlegen sollen Fehler gemacht worden sein. Die zuständige Baufirma musste nachbessern. Kritik gibt es auch immer wieder an der Auswahl der Steine, die nach Ansicht einiger Bürger schon jetzt viel zu stark verschmutzt sind.

"Für mich bleibt das neue Pflaster ein glatter Fehlgriff", sagt Wolfgang Harste, der an seinem Marktstand am Carlsplatz Bratpfannen verkauft und regelmäßig in der Altstadt unterwegs ist. "Sehen Sie sich mal die Wallstraße an, da brennen sich schon Dreck und altes Kaugummi in das neue Pflaster ein", sagt Harste.

Seiner Ansicht nach ist das neue Pflaster nicht belastbar genug. Die Stadt sprach allerdings immer wieder von einem "Top-Clean" Belag, der gut zu reinigen sei.

Nicht gut zu sprechen auf den neuen Belag sind auch einige Wirte. Durch die Bauarbeiten an der Bolker Straße verlieren sie gerade jetzt in der Sommersaison wertvolle Terrassenplätze. Dabei war zu Beginn der Bauarbeiten noch die Rede davon gewesen, nur von Januar bis April zu bauen, um die Wirte zu schonen.

Hinzu kommt die leichte Schräglage des neuen Pflasters, die den Regenabfluss erleichtert. Das macht es den Wirten nicht gerade leicht, ihre Tische waagerecht auf das Pflaster zu stellen.

(ila)