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Dormagen: Nicolas Limbach: Rhein-Kreis hat Herz für Sport

Dormagen : Nicolas Limbach: Rhein-Kreis hat Herz für Sport

Meinungsfreudig und aufgeschlossen präsentierte sich gestern der Säbelfechter Nicolas Limbach beim Talk auf dem blauen NGZ-Sofa im Foyer der VR Bank. Auf Fragen von NGZ-Redaktionsleiter Ludger Baten erzählte der amtierende Vize-Weltmeister von seinen Olympia-Erfahrungen, lobte den Stellenwert des Sports im Rhein-Kreis und gab den Gästen seinen Lieblings-Fußballverein preis.

Er habe vor dem Fernseher gekniet, als am Dienstagabend Borussia Dortmund in letzter Sekunde im Champions-League-Spiel gegen Malaga das Siegtor erzielte, sagte Limbach. Und das, obwohl der 27-Jährige zu Bayer Leverkusen hält. Doch auch als Fan sehe er die Omnipräsenz von Fußball in den Medien kritisch. "Nicht für alle Kinder ist Fußball auch die richtige Sportart", sagte Limbach.

Zwei Mal nahm der Säbelfechter an den Olympischen Spielen teil. Vor allem die Wettkämpfe in London im vergangenen Jahr seien ihm in sehr guter Erinnerung geblieben. "Das englische Publikum war einmalig", sagte er. Die Zuschauer hätten Respekt vor jeder Sportart gezeigt. Dass er weder in London noch Peking 2008 eine Medaille gewann, hat er akzeptiert. "Ich bin beide Male knapp an einem starken Gegner gescheitert", sagte Limbach. Auch wenn die Olympischen Spiele in Rio 2016 für ihn zurzeit noch kein bestimmendes Thema sind, würde er mit dem Ziel nach Brasilien reisen, dort Gold zu gewinnen.

Der Junioren-Weltmeister von 2005 lobte explizit die Wertschätzung des Sports im Rhein-Kreis Neuss. "Hier gibt es eine Basis, die ein Herz für den Sport hat und ihn unterstützen will", sagte Limbach. Auch beim TSV Bayer Dormagen fühle er sich ausgesprochen wohl: "Beim TSV kenne ich die Fußballer wie die Handballer — das ist wie eine Familie."

Info Ein ausführliches Interview folgt in der Samstagsausgabe.

(jaw)