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Dormagen: Stadt sucht weitere Spielplatzpaten

Dormagen : Stadt sucht weitere Spielplatzpaten

Durch Aufmerksamkeit tragen Spielplatzpaten dazu bei, die Spielangebote zu erhalten. Sie informieren die Stadt über Schmutz und Beschädigungen. Wie kürzlich, als in Hackenbroich eine Bank auf dem Spielplatz Claudiusstraße brannte.

Etwa 100 Spielplätze gibt es aktuell noch im Stadtgebiet Dormagen. 16 werden demnächst geschlossen. Spielplatzpaten halten die Augen auf und melden dem städtischen Kinder- und Jugendbüro Verschmutzungen sowie Schäden auf den Spielflächen. Durch Aufmerksamkeit tragen sie dazu bei, die Spielangebote in der Stadt zu erhalten. Aktuell gibt es rund 50 Spielplatzpaten für etwa 18 städtische Spielplätze. So sucht der Leiter des Kinder- und Jugendbüros, Klaus Güdelhöfer, Ehrenamtler aus allen Stadtteilen für weitere Spielplätze.

Am 18. März bemerkte eine Anwohnerin des Spielplatzes an der Claudiusstraße in Hackenbroich eine brennende Sitzbank. Der Sachschaden betrug nach Angaben der Technischen Betriebe Dormagen (TBD) 1000 Euro. "Das kommt immer wieder vor, ist jedoch selten", sagt Güdelhöfer im Hinblick auf Vandalismus auf den städtischen Spielflächen. Die TBD planen jährlich 2000 Euro für "unvorhersehbare Ausgaben" ein, wie deren Leiter Gottfried Koch kürzlich gegenüber der NGZ erklärte. 45 000 Euro stehen im Wirtschaftsplan der TBD insgesamt für neue Spielgeräte und Reparaturen auf den Spielflächen zur Verfügung. Häufiger als mutwillig zerstörte Spielgeräte müssen sich die TBD um Verschmutzungen kümmern.

Um kurzfristig auf Missstände auf den Spielplätzen aufmerksam zu werden, ist die Stadt auf Hinweise angewiesen. "Die Spielplatzpaten sind unsere Augen und Ohren vor Ort. Sie entdecken Verunreinigungen im Spielsand oder Scherben auf Spielplätzen", erläutert Güdelhöfer. Er ist Ansprechpartner für die Spielplatzpaten.

"Wer Pate wird, erhält ein offizielles Schreiben der Stadt, um sich ausweisen zu können", ergänzt er. Das wird dann wichtig, wenn Spielplatzpaten Besucher einer Spielfläche ansprechen und auf etwas hinweisen wollen. "Spielplätze werden gerne als Treffpunkt von jungen Leuten genutzt. Leider lassen sie manchmal Flaschen und anderen Müll liegen", sagt Güdelhöfer. Er betont, dass es jedoch keine Aufgabe für die Ewigkeit sei, Spielplatzpate zu werden: "Wir sprechen unsere Paten jährlich an und fragen, ob sie ihre Arbeit weiterführen möchten."

Pate kann werden, wer regelmäßig an einem der Dormagener Spielplätze vorbeikommt oder freie Sicht auf diesen hat. "Wir haben Ehrenamtler, die Spielplätze aus dem Küchenfenster sehen können oder täglich mit dem Hund an einem spazieren gehen", fasst Güdelhöfer zusammen. Ziel der Patenschaften sei es, "etwas Verantwortungsbewusstsein für eine überschaubare Fläche zu schaffen". Feste Aufgaben als Paten gebe es nicht. Aufmerksamkeit sei wichtig. Hinweise, die Güdelhöfer von den Spielplatzpaten erhält, gibt er beispielsweise an die TBD weiter, die sich dann um die Reinigung der Flächen kümmern.

An der Münterstraße in Horrem sowie zwischen dem Neuen Rathaus und der Rathaus-Galerie entstehen in diesem Jahr neue Spielplätze. An anderer Stelle werden 18 Spielflächen geschlossen. "Das betrifft jedoch durchweg alte, winzige Spielflächen. Dort hilft keine Instandhaltung mehr", sagt Güdelhöfer. In der Nachbarschaft gebe es jedoch alternative Spielangebote.

Info Wer Interesse hat, Spielplatzpate zu werden, kann sich bei Klaus Güdelhöfer vom Kinder- und Jugendbüro melden: Tel. 02133 257-333 oder per E-Mail an klaus.guedelhoefer@stadt-dormagen.de.

(NGZ/url)