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Dormagen: 33-Meter-Kran in der Innenstadt abgebaut

Dormagen : 33-Meter-Kran in der Innenstadt abgebaut

Rund drei Jahre prägte der Turmkran die Silhouette der Innenstadt. Die Straße "Unter den Hecken" war während der Arbeiten gestern gesperrt. Das Baugerät wird nun gewartet, ehe es wieder auf anderen Baustellen zum Einsatz kommt.

Eines der höchsten Punkte der Dormagener Innenstadt ist seit gestern verschwunden. Innerhalb eines Tages wurde der Turmdrehkran an der Straße Unter den Hecken abgebaut. Sechs Arbeiter waren seit den Morgenstunden mit der Demontage beschäftigt. Der Kran prägte rund drei Jahre lang die Silhouette der Innenstadt.

Um das Baugerät abbauen zu können, sperrte die Stadt das betroffene Straßenstück gestern in der Zeit von 6 bis 20 Uhr. Dies war nötig, da zum Abbau ein Autokran eingesetzt werden musste. Dieser war nicht weniger eindrucksvoll als der eigentliche Turmkran: Mit einer Mastlänge von 68 Metern überragte er den Baustellenkran um mehr als das doppelte. Mit Hilfe des Autokrans, der der eine maximale Tragkraft von 220 Tonnen besitzt, wurde im Laufe des Morgens und des Vormittags zunächst in mehreren Arbeitsschritten der 50 Meter lange Arm abgebaut. Ab dem Mittag folgte dann der 33 Meter hohe Turm. Die einzelnen Teile des Turmkrans wurden für den Transport auf Lkw verladen. Immer wieder blieben Passanten stehen, um den Fortschritt der Arbeiten zu verfolgen.

Der Turmdrehkran ist einer der größten unter den 20 Kranen, die das Kölner Unternehmen Droll im Angebot hat. Das 33 Meter hohe Baugerät kann Lasten bis zu zwölf Tonnen tragen. Auf der Baustelle wurde er einmal im Zuge der Arbeiten versetzt. Aufgrund der langen Einsatzzeit — normalerweise sind die Krane des Unternehmens sechs bis zwölf Monate auf den Baustellen — wird er zunächst zur Kölner Lagerstätte gebracht und dort vor dem nächsten Einsatz gewartet. Die Krane des Unternehmens überwiegend in einem Umkreis von 200 Kilometern rund um Köln im Einsatz. Auch beim Umbau der Leverkusener BayArena wurde ein Exemplar von Droll auf der Stadion-Baustelle verwendet.

Bei der Baustelle handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt der Galerie Alte Post. Im Bereich Unter den Hecken/Am Kappesberg entstehen vier Mehrfamilienhäuser mit je sechs altengerechten Eigentumswohnungen. Diese sind zwischen 62 und 130 Quadratmetern groß. Bauherren sind Jürgen und Gerd Allard. Gerd Allard teilte gestern auf Anfrage mit, dass die Bauarbeiten weit fortgeschritten sind. Zwölf der 24 Wohnungen sind bereits bezogen. In den verbliebenen werde derzeit die Fußbodenheizung installiert, in drei Wochen werde der Estrich verlegt. Dann darauf folgen unter anderem Fliesen- und Malerarbeiten. In den Außenlagen müsse noch Dachsubstrat aufgetragen werden.

23 der 24 Wohnungen seien bereits verkauft, bei der letzten Wohnung gäbe Vorhandlungen mit zwei Interessenten, so Gerd Allard. Spätestens Ende Juli könnten die verblieben wölf Wohnungen bezogen werden. Parkplätze finden die neuen Bewohner in einer Tiefgarage, die von der Straße Unter den Hecken erreichbar ist. In der Tiefgarage gibt es noch freie Stellplätze, die von Interessenten genutzt werden können.

(NGZ/rl)