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Dormagen: Günstig parken in Dormagen

Dormagen : Günstig parken in Dormagen

Der Steuerzahlerbund lobt die Stadt für ihre moderaten Parkgebühren. Mit einem Satz von 50 Cent für die erste Stunde liegt Dormagen unter dem Mittelwert der NRW-Kommunen. Das lohne sich auch für den Einzelhandel.

Teure Parkgebühren müssen in Dormagen beim Einkauf der Weihnachtsgeschenke kaum im Budget berücksichtigt werden. Das geht aus einer Studie hervor, die der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW veröffentlich hat. Mit einem Satz von 50 Cent pro Stunde ist das Parken in der Dormagener Innenstadt günstig. Sabine Kämpfer vom Bund der Steuerzahler, die an der Untersuchung mitgearbeitet hat, erteilt der Stadt ein ausdrückliches Lob: "Die niedrigen Gebühren in Dormagen sind erfreulich."

"Gebühren sind erfreulich"

Diese Struktur mache sich auch für die ortsansässigen Kaufleute bezahlt. Stadtsprecher Harald Schlimgen zeigt sich mit den BdSt-Zahlen natürlich zufrieden: "Das Ergebnis freut uns natürlich"

Die Auslegung der Zahlen ist allerdings komplex: So lässt sich aus Sicht des BdSt über die Auslastung der Plätze schwerlich eine Aussage treffen. Immerhin sind die Einnahmen je Parkplatz in Dormagen mit 182,45 Euro außerordentlich gering; der Mittelwert bei den 58 größten Städten des Landes liegt bei 545 Euro. Zum Vergleich: Die Stadt Neuss verdient durchschnittlich 1156,05 Euro je Parkplatz.

Hier meint der BdSt: "Nur um höhere Einnahmen zu erzielen, die Parkgebühren anzuheben, ist definitiv der falsche Weg." Doch auch der umgekehrte Weg ist aus Sicht des BdSt nicht der richtige: "Durch kostenlose Parkplätze wird eine Innenstadt nicht unbedingt attraktiver. Insgesamt verdient die Stadt laut BdSt 384 980 Euro mit ihren Parkplätzen. Auch das ist im Vergleich zu anderen Städten relativ wenig. Die Neusser haben über drei Millionen Euro erwirtschaftet. Die städtischen Parkplätze werden zum Teil von den Technischen Betrieben (TBD) und zum Teil von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD) betrieben. In der Dormagener Innenstadt stehen nach Aussage der Stadt rund 1000 Pkw-Parkplätze zur Verfügung; 330 werden von den TBD mittels Parkautomat bewirtschaftet. Hinzu kommt das Parkhaus an der Nettergasse mit 380 Plätzen. In Zons bewirtschaftet die SVGD etwa 800 Stellplätze, und im Naherholungsgebiet Tannenbusch werden 600 Stellplätze zur Verfügung gestellt.

Ganz repräsentativ sind die BdSt-Zahlen indes nicht. "Die touristischen Parkplätze in Zons ziehen den Schnitt ein wenig nach unten", sagt Guido Schenk von der SVGD. Die Gesellschaft ist nach den Worten von SVGD-Geschäftsführer Klaus Schmitz nicht auf Profit aus: "Wir sind froh, wenn die Kosten gedeckt sind." Leider sei das noch nicht der Fall.

(NGZ)