Für alle Kita-Wünsche ein Angebot bis Ende des Jahres in Dormagen

Jugendhilfeausschuss Dormagen : Kita-Plätze: Für alle ein Angebot

Kita-Beitrags-Änderung und Spielplatz-Idee in Haushaltsberatungen geschoben.

Im Jugendhilfeausschuss hat der Erste Beigeordnete Robert Krumbein noch einmal ganz deutlich gemacht: „Bisher konnten wir jedem Kind, dessen Eltern einen Betreuungsplatz wünschten, diesen beschaffen.“ Dass das nicht unbedingt in der Wunsch-Kindertagesstätte oder dem Wunsch-Stadtteil gelingt, führte Ausschussvorsitzender Jo Deußen (CDU) aus: „Das kann dann auch mal in einer Tagespflegeeinrichtung oder in einer anderen Kita als gewünscht sein.“ Bisher wurde die Stadt auch nicht von Eltern verklagt, die ihren Rechtsanspruch auf Betreuung ihrer Kinder per Gericht durchsetzen wollten.

Nichtsdestotrotz fehlen Betreuungsplätze bis Ende des Jahres, weswegen die FDP einen Antrag gestellt hatte, „das Verfahren der Kita-Platz-Berechnung zu überprüfen und eine verlässliche Prognose zu erstellen“, wie Dirk Rosellen erfragte. Krumbein erklärte erneut, dass sich die 152 rein rechnerisch fehlenden Kita-Plätze auf Wünsche von Eltern beziehen, die bisher nicht abgerufen wurden bzw. sich auf Ende des Jahres beziehen. Und da zeigte er sich optimistisch: „Mit den Erweiterungs-Maßnahmen, zum Beispiel in Nievenheim, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir alle 38 Wartelisteplätze bis Ende dieses Jahres vermitteln können.“ Zudem sei vor März, wenn Nachmeldungen mitten im Kita-Jahr erfolgt seien, nicht absehbar, wie viele Kinder wirklich einen Platz bräuchten: „Wir wissen nun mal nicht vorher, ob eine Familie mit keinem oder vier Kindern nach Dormagen zieht“, gab er zu bedenken. Auch der Sozialbericht mit dem Vergleich der Jahre 2012 und 2017 habe gezeigt, dass dort Schwankungen in den Jahrgängen von plus 25 Prozent zu verzeichnen seien – „da reicht ein Blick ins Geburtenregister nicht aus“, wies er auf zahlreiche anderen Kriterien hin, nach denen die Kita-Plätze immer wieder neu berechnet würden. „Wir bauen bis 2023 zahlreiche Kitas neu und um, um langfristig auch für neue Wohngebiete gerüstet zu sein“, so Krumbein, der wiederholte: „Kein Planer kann heute sagen, wie viele Wohneinheiten im Malerviertel III – zwischen 300 und 800 – entstehen werden, geschweige denn, wie viele Kinder dorthin ziehen.“

Die beiden Anträge der FDP, die Beitragsfreigrenze für Kita-Gebühren auf 30.000 Euro zu erhöhen und einmalig 100.000 Euro für Spielplatz-Sanierungen auszugeben, wurden in die Haushaltsberatungen verwiesen.

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