Dormagen: Stadt und freie Träger bauen für neue Kita-Plätze

Dormagen: Stadt und freie Träger bauen für neue Kita-Plätze

Die DoS und das Evangelische Sozialwerk übernehmen Mitte 2019 die Trägerschaft für zwei neue Kindertagesstätten.

Die Stadt braucht mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit einigen Monaten ab, weswegen die Dormagener Sozialdienst gGmbH (DoS) mit der Errichtung weiterer Großtagespflegestellen gegengesteuert hat. Auch der Erste Beigeordnete Robert Krumbein berichtet von Gesprächen mit Trägern über Erweiterungen und Neueröffnungen von Kitas oder weiteren Gruppen: "Die Gespräche laufen noch, im schlimmsten Fall befürchten wir aber 86 fehlende U3-Plätze ab dem neuen Kita-Jahr 2018/19", sagte Krumbein jetzt im Vorfeld des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, 8. März, bei dem es auch um die Kindergartenbedarfsplanung geht.

Und daher sind bereits weitere Maßnahmen geplant, um zukünftig die Lücken schließen zu können: Die Trägerschaft für die im Kita-Jahr 2019/2020 in Betrieb zu nehmende sechsgruppige Kita im Versorgungsgebiet 1 an der Haberlandstraße - zwischen BvA und Erich-Kästner-Grundschule - soll der DoS, die der viergruppigen Kita im Versorgungsgebiet 2 in Delhoven dem Evangelischen Sozialwerk übertragen werden. Zudem soll die eingruppige Kita der DoS an der Gabrielstraße 6 in Delrath bereits zum Kindergartenjahr 2018/2019 um drei auf insgesamt vier Gruppen erweitert werden. Die zweigruppige Kita der DoS an der Nahestraße 20 in Hackenbroich soll um eine dritte Gruppe zu Beginn des Kindergartenjahres 2018/2019 erweitert werden.

Wie die für Kindergärten zuständige städtische Produktverantwortliche Elisabeth Gartz erklärte, seien bereits im laufenden Kita-Jahr einige Erweiterungen umgesetzt worden. So wurden durch den Containeranbau im Garten der evangelischen Kita "Sonnenblume" in Horrem, in dem nun vier Gruppen, davon zwei neue, untergebracht sind, zusätzlich zwölf U3- und 28 Ü3-Plätze geschaffen, ebenso 22 zusätzliche Ü3-Plätze in einer neuen Gruppe in der DoS-Kita an der Nettergasse und 36 U3-Plätze in vier Großtagespflegestellen im Versorgungsgebiet 1. "Wir prüfen, ob wir im Bereich Mitte, Rheinfeld und Horrem noch zwei weitere Großtagespflegen errichten können", erklärte Gartz. Dort gibt es eine Unterdeckung von 26 U3-Plätzen.

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In Delhoven, Straberg und Hackenbroich (VSG 2) gibt es eine Unterdeckung von 41 U3-Plätzen - bei einer rechnerischen Überversorgung von 55 Ü3-Plätzen. Denn die katholische Kita St. Josef in Delhoven wird um sechs U3- und 30 Ü3-Plätze erweitert, die neue DoS-Kita an der Nahestraße bringt zwölf neue U3- und 22 neue Ü3-Plätze. Bis Ende des laufenden Kita-Jahres soll die Erweiterung der Kita St. Odilia Gohr um zwei Gruppen zusätzlich acht U3- und 20 Ü3-Plätze bringen. Zudem soll die städtische Kita an der Salvatorstraße in Nievenheim demnächst um zwei Gruppen auf dann sechs Gruppen erweitert werden: Das wären zusätzlich 16 U3- und 14 Ü3-Plätze.

In Zons sorgt die Erweiterung der evangelischen Kita an der Hebbelstraße von drei auf vier Gruppen für 20 neue Ü3-Plätze. In Zons und Stürzelberg werden weitere Plätze benötigt, eine vorgesehene Großtagespflegestelle (mit neun Plätzen) in Zons verzögerte sich. Dort hofft die Verwaltung nun auf eine Umsetzung zum Beginn des kommenden Kita-Jahres.

Für Mitte 2020 sind eine neue Kita in Nievenheim mit 98 Plätzen, der Ersatzbau für die Kita Nettergasse und die Fertigstellung des Lernorts Horrem vorgesehen.

(NGZ)