Bürgermonitor: Der Aufzug im Horremer Haus läuft nach 2,5 Monaten wieder

Bürgermonitor in Dormagen: Aufzug in Horrem läuft nach 2,5 Monaten endlich wieder

Die Bewohner des vierstöckigen Wohnhauses an der Heesenstraße atmen auf: „Endlich läuft der Aufzug wieder“, berichtet ein Senior am Donnerstag auf Nachfrage.

Denn mehr als zweieinhalb Monate stand der Fahrstuhl wegen Sanierungsarbeiten still. Am 2. Juli wurde er abgeschaltet, am 19. September legten Arbeiter noch letzte Hand an. Nach mehreren Beschwerden hatte der Vermieter Ende vergangener Woche noch mal Druck bei der Spezialfirma gemacht, die den Aufzug umbauen sollte. „Nun ist die lange Zeit der Beeinträchtigungen vorbei, die uns das Leben so schwer gemacht hat“, sagte eine Nachbarin.

Zweieinhalb Monate lang waren gerade die gehbehinderten Bewohner „wie abgeschnitten von der Umwelt“. Denn die 54 Stufen wurden mit Einkäufen zum unüberwindlichen Hindernis, die Bewohner waren auf fremde Hilfe angewiesen, wie die Nachbarn schilderten, die alle nicht namentlich genannt werden wollten. „Da überlegt man es sich, ob man überhaupt aus dem Haus geht“, sagte ein Bewohner. „Wir sind doch gerade in ein Haus mit Aufzug gezogen, weil mein Mann darauf angewiesen ist“, sagte eine andere Bewohnerin. Eine weitere Frau berichtete, dass ihr auf Rollator und Rollstuhl angewiesener Mann als Dialyse-Patient regelmäßig zum Arzt oder ins Krankenhaus gebracht werden muss. „Dafür muss ich jetzt Krankentransporte organisieren, damit er die Treppen hoch und herunter getragen werden kann“, schilderte sie die Situation.

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Der Geschäftsführende Gesellschafter der Barton Group, die die Wohnhäuser in Horrem Ende 2016 von Noratis übernommen hatte, Dominik Barton, hatte betont, ebenfalls entsetzt und sauer über die lange Dauer der Stilllegung des Aufzugs zu sein. Bereits vor einem halben Jahr sei der Dienstleister mit den Aufzugsarbeiten beauftragt worden. Bartons Versprechen, dass der Aufzug Anfang dieser Woche wieder läuft, wurde mit zwei Tagen Verspätung auch erfüllt. „Horrem ist für uns ein wichtiger Standort, in den wir Schritt für Schritt investieren, auch in Zukunft“, betonte Barton im Gespräch vor einer Woche.

(cw-)
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