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Dormagen: Eis-Einsatz am Waldsee

Dormagen : Eis-Einsatz am Waldsee

Der Anruf einer Hackenbroicherin löste am Freitagmittag einen Großalarm bei Polizei und Feuerwehr am Waldsee aus: Dort sollte eine Person durch die Eisdecke gebrochen sein. Es war aber nur das Loch eines Eisanglers.

Großalarm bei Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften: Weil der Verdacht bestand, dass eine Person durch die Eisdecke des zugefrorenen Waldsees bei Hackenbroich gebrochen ist, rückten gestern Mittag starke Kräfte aus. Sie wurden dabei von zwei Hubschraubern der Polizei und des SAR-Dienstes (deutsch: Suche und Rettung) unterstützt. Doch die Befürchtung bestätigte sich nicht. Es wurde keine Stelle im Eis gefunden, die auf ein Unglück hindeutete.

Um 11.45 war in der Leitstelle der Kreispolizeibehörde ein Anruf von einer Anwohnerin in Hackenbroich eingegangen. Sie hatte bei einem Spaziergang "Fußspuren auf dem Eis gesehen", so Polizei-Sprecher Hans-Willi Arnold, "und ein Knacken gehört". In einem solchen Verdachtsfall wird sofort die Alarmkette in Gang gesetzt. 44 Rettungskräfte von Feuerwehr und DLRG (mit Taucher und Strömungstaucher) rückten an, ebenso die Tauchstaffel der Berufsfeuerwehr Köln; hinzu kamen sechs Polizeibeamte. "35 Meter vom Ufer entfernt war ein Loch zu sehen", sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Axel Hesseln. Der Polizeihubschrauber flog die Fläche ab, ohne etwas entdecken zu können. Ein Feuerwehrmann, im Überlebensanzug und vom Ufer aus gesichert, robbte über die Eisfläche zu diesem Punkt. "Das Loch war 30 Zentimeter groß, da ist vorher ein Eisangler am Werk gewesen", so Hesseln. Er warnt eindringlich davor, Eisflächen zu betreten, "die sind nicht freigegeben".

Der Einsatz weckt Erinnerungen an das Unglück vor fast genau zwei Jahren, als zwei Jungen auf dem zugefrorenen Reuschenberg See in Neuss eingebrochen waren. Mit großer Anstrengungen und viel Glück konnten die Jungen gerettet werden: Ein Zehnjähriger wurde per Rettungsring an Land gezogen, ein Neunjähriger geriet unter das Eis und musste, nachdem er mit einem Boot geborgen wurde, wiederbelebt werden. Er lag einige Tage auf der Intensivstation.

(NGZ)