Mutter geht auf Schützenfest und lässt Kleinkind allein im Auto

Polizeieinsatz in Rheda-Wiedenbrück: Mutter geht auf Schützenfest und lässt Kleinkind allein im Auto

Die Polizei in Rheda-Wiedenbrück hat ein schreiendes Kind aus einem verschlossenen Auto befreit. Der Zweijährige war laut Polizei völlig verängstigt. Die Mutter war derweil auf einem Schützenfest.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall am späten Montagabend in der Nähe eines Schützenfestes. Zeugen hörten ein schreiendes Kind, das in einem Auto eingeschlossen war. Als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden sie den kleinen Jungen völlig verängstigt und am ganzen Körper zitternd auf der Rückbank des Autos sitzen.

Die Zeugen gaben an, das sie das Kind vor rund 20 Minuten gefunden hatten. Die Beamten schlugen die Fensterschreibe der Fahrerseite ein konnten so das Kleinkind aus dem Auto befreien. Der Zweijährige habe „bitterlich“ geweint und nach seiner Mutter gerufen.

Für das Auto rief die Polizei einen Abschleppwagen. Während die Beamteten darauf warteten, schrie der Junge plötzlich laut „Mama“ und deutete in Richtung des Schützenfestes. Die Mutter des Jungen und eine Freundin erschienen dann am Einsatzort.

Auf Nachfrage der Polizei gab die Frau an, dass mit ihrer Freundin gemeinsam eine weitere Freundin auf dem Schützenfest gesucht habe. Laut Polizei führten die Beamten „ein deutliches“ Gespräch und wiesen die Mutter auf ihre Fürsorgepflicht hin. Der kleine Junge wurde in die Obhut seiner Mutter übergeben. Ein Bericht über den Vorfall geht nun an das Jugendamt.

(skr)
Mehr von RP ONLINE