Klima: In keinem anderen Flächenland war es 2018 so warm wie NRW

Rekord von 2014 wurde eingestellt : In keinem anderen Flächenland war es 2018 so warm wie in NRW

Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitag seine Jahres-Wetterbilanz für Deutschland vorgelegt. Daraus geht hervor, dass es in keinem anderen Flächenland 2018 so warm war wie in Nordrhein-Westfalen.

Demnach lag die Durchschnittstemperatur in NRW bei 11,0 Grad und damit genauso hoch wie im bisherigen Rekordsommer 2014. Zum Vergleich: Im Mittel der Jahre 1961 bis 1990 lag der Schnitt in NRW bei 9,0 Grad. Einen höheren Durchschnittswert gab es 2018 nur in Berlin mit 11,4 Grad. In Bremen war es mit 11,0 Grad genauso warm wie in NRW.

Insgesamt hat Deutschland mit im Schnitt 10,4 Grad das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im 19. Jahrhundert erlebt. Zugleich war 2018 auch das sonnigste Jahr und eines der trockensten, wie der DWD in seiner Jahresbilanz mitteilte. Es habe ganz im Zeichen des Klimawandels gestanden. "Von April bis November verliefen alle Monate ausnahmslos zu warm, zu trocken und sonnenscheinreich", erklärte DWD-Sprecher Andreas Friedrich.

Die Durchschnittstemperatur lag den Messungen des DWD zufolge 2,2 Grad über dem Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990. Damit übertraf 2018 das bislang wärmste Jahr 2014 um 0,1 Grad. Im Juli und August herrschte laut DWD "eine der längsten und gewaltigsten Hitzeperioden". Die Temperatur wird seit 1881 regelmäßig erfasst.

Zudem fielen nur 590 Liter pro Quadratmeter Regen und damit 75 Prozent des Sollwerts. Der DWD sprach von einer der "größten Trockenheiten der deutschen Klimageschichte". Am wenigsten regnete es in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Erst im Dezember habe die Dürre ein Ende gehabt. Rund 2020 Stunden lang schien 2018 die Sonne - und damit mehr als in jedem anderen Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen über die Sonnenscheindauer 1951.

(felt/dpa)