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DLRG fordert mehr Rettungsschwimmer: Etwas mehr Badetote in NRW

DLRG fordert mehr Rettungsschwimmer : Bislang zwei Badetote mehr in NRW als 2017

In NRW sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in den ersten sechseinhalb Monaten des Jahres 37 Menschen ertrunken. Das sind zwei mehr als im selben Zeitraum 2017.

Bundesweit kamen in diesem Jahr 279 Menschen in Gewässern ums Leben. Das sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 37 mehr als im Jahr davor. Während der vergangene Sommer stark verregnet gewesen sei, locke die Hitze in diesem Jahr die Menschen ins Wasser, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Die meisten Fälle ereigneten sich an ungesicherten Badestellen, vor allem im Binnenland, an Seen und Teichen sowie in Flüssen. „Das Risiko zu ertrinken ist an diesen Badestellen sehr hoch, da sie nicht bewacht werden“, sagte Wiese. „Ein Ertrinkender hat hier wenig Aussicht auf Rettung.“ Er forderte mehr Bewachung durch Rettungsschwimmer. „Nur so können die Zahlen gesenkt werden.“ Ein schlichtes Badeverbotsschild reiche nicht aus.

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Nachwuchssorgen dürfte es laut DLRG für die beiden NRW-Verbände nicht geben, zumindest das Interesse junger Menschen sei vorhanden. „Die Kurse sind gut besucht“, sagte Michael Grohe vom Landesverband Nordrhein. „Aber natürlich konkurrieren wir auch mit anderen Freizeitangeboten.“ Der DLRG bilde allerdings nur aus und stelle nicht selbst ein. „Da sind die Kommunen oder auch die Betreiber der Bäder gefragt“, sagte Grohe.

(mba/dpa)