Forstamt Niederrhein: Besucher dürfen Waldwege nicht mehr verlassen

Anordnung wegen Waldbrandgefahr : Besucher dürfen Waldwege nicht mehr verlassen

Ab sofort dürfen Besucher die niederrheinischen Wälder nur noch auf Wegen betreten. Weil auch in den kommenden Wochen kaum mit Regen zu rechnen sei, gilt die Anordnung des Regionalforstamtes Niederrhein bis Ende August.

Bereits in der vergangenen Woche hat das Regionalforstamt Niederrhein in Erwägung gezogen das sogenannte Betretungsrecht im Wald einzuschränken. Da auch bis Mitte August nicht mit nennenswerten Niederschlägen zu rechnen ist, wird den Besuchern nun verboten, die Waldwege zu verlassen. Das sei, so die Behörde, eine Vorsorgemaßnahme zur Vermeidung von Waldbränden.

Das Verbot ist zunächst bis zum 31. August gültig. Eine Verlängerung oder eine Ausweitung sei bei weiterer Zuspitzung der Lage oder verbesserter Witterung möglich. „Die generelle Sperrung der Wälder wird im Moment noch nicht in Erwägung gezogen. Denn durch die vielen Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden die meisten Brände entdeckt“, sagt Otto Pöll, Leiter des Regionalforstamtes.

Dass das Verbot zunächst nur für den Niederrhein gilt, liegt laut Friedrich Louen vom landesbetrieb Wald und Holz an den sandigen Böden. „Diese Böden trockenen besonders schnell aus, daher ist die Gefahr für Brände nochmal etwas größer als in anderen Landesteilen“, sagt er.

Seit Anfang dieser Woche gilt in der Region die zweithöchste Waldbrandstufe. Die Feuerwehr rückt vielerorts mehrmals am Tag aus, um Flächen- und Waldbrände zu löschen. Die Behörden bitten darum, keine glimmenden Zigaretten wegzuwerfen und Autos nicht auf Wiesen abzustellen, da diese sich entzünden könnten. Offenes Feuer in den Wäldern ist generell verboten.

(maxk)
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