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529 Gefangene in NRW aus offenem Vollzug entkommen

Statistik des NRW-Justizministeriums : 529 Gefangene aus offenem Vollzug entkommen

Im offenen Vollzug können die Gefangenen tagsüber das Gefängnis verlassen. Nicht alle kehren wieder zurück. Nach 72 Gefangenen wurde zuletzt gefahndet. Gefängnisausbrüche sind dagegen eine Seltenheit geworden.

In knapp zweieinhalb Jahren sind aus dem offenen Vollzug in Nordrhein-Westfalen 529 Gefangene verschwunden. Für 457 habe sich die Fahndung inzwischen erledigt, teilte das NRW-Justizministerium dem Rechtsausschuss des Landtags auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mit. Zum Stichtag 30. April 2018 sei noch nach 72 Gefangenen gefahndet worden. Das Ministerium hatte die sogenannten Entweichungen vom Jahresbeginn 2016 bis zum 15. April diesen Jahres gezählt.

Spitzenreiter war demnach das Gefängnis in Bielefeld-Senne mit 159 abgängigen Gefangenen, gefolgt von der JVA Remscheid mit 105 und dem Gefängnis in Castrop-Rauxel mit 103 zeitweise verschwundenen Häftlingen.

Aus dem geschlossenen Vollzug entkamen im vergangenen Jahr lediglich vier Gefangene. Im Vorjahr waren es noch zwölf gewesen. Meist nutzten sie Überführungen zu Gerichten, Ausführungen oder Klinikaufenthalte für die Flucht.

Nur ein Gefängnisausbruch seit 2016

Seit 2016 registrierte die NRW-Justiz nur einen einzigen Gefängnisausbruch: Am 4. Mai 2016 war ein mutmaßlicher Räuber aus dem Gefängnis in Heinsberg ausgebrochen. Er wurde bereits sechs Tage später wieder festgenommen.

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In diesem Jahr war bis Mitte April erst ein Gefangener aus dem geschlossenen Vollzug getürmt. Er entkam in Essen bei einer Ausführung, die der Abschlussprüfung seiner Berufsausbildung dienen sollte. Der Gewalttäter war wegen Raubes und Körperverletzung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Ende August hätte er seine Strafe verbüßt gehabt.

(togr/dpa)