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Coca-Cola-Life: Die grüne Cola ist jetzt kalorienarm und mit Stevia

Ab September in Europa : Das ist die neue Öko-Brause von Coca-Cola

Weg von Zucker und Fleisch - die neuen gesundheitsorientierten Trends machen auch dem Getränke-Riesen Coca-Cola zu schaffen. Jetzt hat sich der Konzern etwas einfallen lassen: Die neue "Coca-Cola Life" enthält den pflanzlichen Süßstoff Stevia, und trägt als Öko-Erkennungsmerkmal ein grünes Etikett - wirklich gesund ist sie aber trotzdem nicht.

Es war eine kleine Revolution auf dem Getränkemarkt: 2013 brachte der Coca-Cola-Konzern erstmals eine Öko-Produktlinie mit dem natürlichen Süßstoff der Stevia-Pflanze heraus. Das Blattextrakt ist um ein Vielfaches süßer als Zucker, hat keine Kalorien und ist für Diabetiker geeignet.

In Argentinien und Chile ist die neue, Coca-Cola Life genannte, Brause bereits seit 2013 erhältlich. Dort wird der Süßstoff schon seit Jahrhunderten angebaut und traditionell eingesetzt. Jetzt will der Konzern auch den europäischen Markt erobern. Ab September 2014 geht die grüne Coke in England in den Verkauf.

Immer noch sieben Stück Würfelzucker pro Dose

Das Versprechen der Coca-Cola Life: Sie enthalte ein Drittel weniger Zucker. Immerhin stecken in einem Liter normaler Cola rund 20 Würfel Zucker. In einer handelsüblichen roten Dose Cola sind 11,5 Würfelzucker (35 Gramm), und 140 Kalorien enthalten. Die grüne Dosen-Variante hat rund sieben Stück Würfelzucker (22,1 Gramm). Das sind umgerechnet immer noch 89 Kalorien.

Zum Vergleich: Laut vorgeschlagener Lebensmittelampel der Verbraucherschützer von Foodwatch, ist ein Getränk dann mit der Farbe Grün für gesund gekennzeichnet, wenn es bis zu 2,5 Gramm Zucker enthält. Sind mehr als 6,3 Gramm der weißen Süße pro 100 Milliliter enthalten, bekommt das Getränk die Farbe Rot für gesundheitsschädlich. In der neuen Öko-Coke befinden sich rund 6,7 Gramm Zucker pro 100 Milliliter.

Mit der neuen Öko-Linie zielt der Getränkehersteller vor allem auf die wachsende Schicht der gesundheitsorientierten Käufer, die zugleich umweltbewusst sind. Ob auch Deutsche Konsumenten bald eine grüne Cola-Dose in der Hand halten können, ist bislang noch unklar.

(ham)