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Games-Kritik: Robert Carter: Der Pfad der Steine

Games-Kritik : Robert Carter: Der Pfad der Steine

Als Säugling ist Will in die Obhut einer Bauernfamilie in dem kleinen englischen Dorf Nether Norton gegeben worden und führt dort ein behütetes Leben. Der Magier Gwydion hatte ihn zu der Familie gebracht. Nun ist Will fast ein Mann und zu diesem Zeitpunkt taucht Gwydion wieder auf. Der Magier will, dass Will ihn begleitet, damit er in die Geheimnisse der Magie eingeweiht werden kann.

Mit schweren Herzen verlässt Will sein Elternhaus und zieht mit seinem neuen Mentor in die Welt. Der Zauberer, der schon seit Jahrhunderten durch das Land wandert und früher als Merlin bekannt war, will mit Hilfe des Jungen, der eine magische Begabung besitzt, einen drohenden Krieg verhindern. Die dunklen Mächte des Landes haben sich des schwachen Königs bemächtigt und wollen nun das Land in ihre Gewalt bringen. Zudem sind die mächtigen Kriegssteine erwacht und versuchen, ihre Kräfte zu bündeln.

Um den Krieg verhindern zu können, müssen Will und Gwydion diese Mächte ausfindig machen. Ihr Gegenspieler, der Hexenmeister Maskull, setzt sein ganzes Geschick ein, um dies zu verhindern. Aber der Zauberer und sein Lehrling nehmen die Herausforderung an und lassen nicht locker. Dabei bringen sie sich immer wieder in Lebensgefahr.

Robert Carters Debütroman ist der Auftakt zu einer Trilogie um König Artus und die Rosenkriege. Auch wenn sich in dem Buch "Der Pfad der Steine" einige Parallelen zu anderen Fantasy-Romanen wiederfinden, hat Carter seiner Erzählung seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Geschickt mischt er die Artus-Legende mit historischen Ereignissen. Sein lockerer und lebendiger Schreibstil lädt förmlich zum Weiterlesen ein. Die Entwicklung des jungen Will von einem ungestümen Teenager zu einem ernsten und wohlbesonnen Erwachsenen ist gut gelungen. Carters Geschicht ist spannend bis zur letzten Seite und weckt Interesse auf die weiteren Romane.

(AP)