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Fortuna Düsseldorf - Trainer Daniel Thioune begeht Wechselfehler – und keinen interessiert‘s​

Gegen Ruzomberok und Piräus : Thioune begeht Wechselfehler – und keinen interessiert‘s

Sowohl gegen Ruzomberok als auch gegen Piräus staunten die Zuschauer nicht schlecht, als ein Spieler von Fortuna Düsseldorf erst aus- und dann wieder eingewechselt wurde. Denn das ist regeltechnisch nicht erlaubt. Was Trainer Daniel Thioune zu diesen Vorgängen sagt.

Daniel Thioune kann sicher nicht nachgesagt werden, dass er weit von einem Schlitzohr entfernt ist. Im Trainingslager in Oberösterreich hat er das nun wieder bewiesen. In den beiden Freundschaftsspielen gegen den MFK Ruzomberok und Olympiakos Piräus griff er in die Trickkiste – und wechselte im ersten Spiel Tom Geerkens und in der zweiten Partie Tim Corsten nach 30 Minuten aus.

So weit, so gut. Dass die beiden Spieler dann aber jeweils nach etwas mehr als 60 Minuten wieder eingewechselt wurden, ist so eigentlich nicht im Sinne des Erfinders. Denn das Regelwerk gibt eine Einwechslung nach vorheriger Auswechslung nicht her. Das Gute für Fortuna: Es kaum jemandem auf. Die Wechselorgie war indes auch nicht mit den Gegnern kommuniziert. „Nein, das habe ich mit denen nicht abgesprochen“, sagt Thioune auf Nachfrage unserer Redaktion und begründet sein Vorgehen: „Ich wollte keinen Spieler mehr als 60 Minuten spielen lassen. Und da ich nur noch 19 Spieler hatte, musste ich es über 60 Minuten mit Ein- und Auswechslung kompensieren. Ich wollte die Belastung steuern. Und das war nur so möglich. Daher ist dieser Plan entstanden.“

Da es sich in beiden Fällen um Freundschaftsspiele handelt, werden die Wechselfehler auch nicht weiter tragisch sein. „Im besten Fall moniert es keiner“, sagt Thioune mit einem Lächeln auf den Lippen. „Zumindest gegen Piräus haben wir ja auch verloren. Die werden daran kein Interesse haben.“

Die angesprochen U23-Spieler Geerkens und Corsten werden auch nach dem Trainingslager vorerst weiter mit den Profis trainieren. Das gab der Trainer am Sonntag bekannt. Ein anderer Spieler hat sich indes tiefer in den Fokus von Thioune gespielt. Niko Vukancic konnte den Coach überzeugen. „Da Jordy noch nicht zu 100 Prozent fit ist, werden wir wahrscheinlich einen Verteidiger aus der U23 bei uns behalten“, sagt Thioune. „Niko hat gezeigt, dass er derjenige sein kann. Er hat ein gutes Passspiel in die Tiefe, hat hinten raus aber auch einige Fehler gemacht. Er kann sich nun zeigen. So war es in der vergangenen Saison ja auch mit Uchino. Diese Chancen haben die Jungs jetzt auch.“