Vorsitz der Jungen Union: Gleich mehrere Bewerber wollen Paul Ziemiak beerben

Nachfolger von Paul Ziemiak gesucht : Junge Union steht Kampfabstimmung um Vorsitz bevor

Es wird eine spannende Wahl. Die Junge Union sucht einen Nachfolger für den ehemaligen Vorsitzenden Paul Ziemiak. Es gibt mehrere Bewerber, es droht eine Kampfkandidatur.

Auf dem außerordentlichen Deutschlandtag der Jungen Union am 16. März könnte es zu einer Kampfabstimmung um den Vorsitz der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU kommen. Der Vorsitzende der Jungen Union Niedersachsen, Tilman Kuban, kündigte am Donnerstag an, sich als Nachfolger von Paul Ziemiak zu bewerben, der seit Anfang Dezember CDU-Generalsekretär ist. Kuban könnte damit gegen den Thüringer JU-Chef Stefan Gruhner antreten.

Gruhner hat seine Kandidatur noch nicht offiziell angekündigt, er wird aber als Favorit gehandelt. Die "Welt" berichtete am Donnerstag, die Vorsitzenden großer Landesverbände hätten sich bereits informell auf die Wahl des Thüringers verständigt. Allerdings könnte Gruhner die Junge Union nur eine Wahlperiode führen: Er ist bereits 34 Jahre alt, die Altersgrenze für die JU-Mitgliedschaft liegt bei 35.

Lesen Sie hier ein Porträt über den scheidenden JU-Chef Paul Ziemiak

Nachdem Ziemiak seit 2014 an der Spitze der Jungen Union stand, wäre Gruhner somit ein Übergangskandidat. Kuban betonte in einem am Donnerstag veröffentlichten Bewerbungsvideo, für ihn sei der JU-Vorsitz "keine Zwischenstation" sondern eine Herzensangelegenheit.

Der Niedersachse warb für einen offenen Wettstreit um die Nachfolge von Ziemiak. "Die CDU hat uns mit dem Wettbewerb um den Parteivorsitz gerade vorgemacht, dass Führungspositionen heute fair, offen und transparent und nicht mehr durch die Absprache einiger weniger vergeben werden", sagte Kuban der "Welt". "Gerne stelle ich mich in allen Landesverbänden einer offenen Debatte."

(mja/AFP)
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