Paul Ziemiak: CDU-Generalsekretär lässt Amt als Junge-Union-Chef ruhen

Neue Spitze wird 2019 gewählt : CDU-Generalsekretär Ziemiak lässt Amt als JU-Chef ruhen

Auf dem Parteitag in Hamburg wurde er zum neuen CDU-Generalsekretär gewählt. Damit Paul Ziemiak seine Arbeit erfolgreich gestalten kann, will er sein Amt als Vorsitzender der Jungen Union ruhen lassen.

Seit wenigen Tagen ist er im Amt des CDU-Generalsekretär, jetzt hat Paul Ziemiak erste Vorkehrungen für eine erfolgreiche Arbeit im Konrad-Adenauer-Haus getroffen: Er lässt ein Amt als Bundesvorsitzender der Jungen Union (JU) ab sofort ruhen. Über die Nachfolger solle ein außerordentlicher JU-Deutschlandtag im Frühjahr entscheiden teilte die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU am Dienstag in Berlin mit. „Als Generalsekretär an der Erneuerung der Partei zu arbeiten und gleichzeitig Vorsitzender der Jungen Union zu sein, sind aus meiner Sicht zwei unvereinbare Tätigkeiten“, erklärte Ziemiak seines Entscheidung, das Amt ruhen zu lassen.

Ziemiak war am Samstag beim CDU-Parteitag in Hamburg auf Vorschlag der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer mit knapp 63 Prozent zum Generalsekretär gewählt worden. Sein mageres Ergebnis wurde damit erklärt, dass ihn Unterstützer der beiden Gegenkandidaten Friedrich Merz und Jens Spahn nicht gewählt haben - Ziemiak hatte sich im Ringen um den Parteivorsitz noch an deren Seite gestellt.

Dass mit ihm erstmals ein aktives JU-Mitglied zum Generalsekretär gewählt worden sei, erfülle ihn mit Demut, erklärte Ziemiak. Diese Wahl sei auch eine Auszeichnung für die Rolle der JU innerhalb der Partei. Deren Anspruch sei es immer, „Stachel im Fleisch zu sein und die Union programmatisch voranzutreiben“.

(mja/dpa)
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