Wegen Gewalt gegen Zivilisten: Arabische Liga suspendiert Syrien

Wegen Gewalt gegen Zivilisten: Arabische Liga suspendiert Syrien

Angesichts der fortdauernden Gewalt gegen Regierungsgegner in Syrien hat die Arabische Liga die Mitgliedschaft des Landes ausgesetzt. Zugleich wurden die arabischen Staaten aufgefordert, ihre Botschafter aus Damaskus abzuziehen, wie der katarische Außenminister und Regierungschef Hamad ben Dschassem el Thani am Samstag in Kairo sagte.

Die syrische Opposition sei "eingeladen”, binnen drei Tagen in Kairo zusammenzukommen, um über den "Übergang” in dem Land zu beraten. Die syrische Führung hatte Anfang November einem Friedensplan der Liga zugestimmt, diesen aber seitdem nicht umgesetzt.

Thani äußerte sich nach Beratungen der Außenminister der Arabischen Liga über die Lage in Syrien. Damaskus hatte am 2. November einem Friedensplan der Liga zugestimmt, der einen Rückzug der Armee aus den Städten, ein Ende der Gewalt, die Freilassung der politischen Gefangenen und die Zulassung unabhängiger Beobachter vorsieht.

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Seitdem verstieß die syrische Regierung aber wiederholt gegen den Plan. Eine Suspendierung Syriens durch die Arabische Liga hatten bereits Menschenrechtsgrupppen und Gegner der syrischen Regierung von Präsident Baschar el Assad gefordert.
Nach UN-Angaben wurden seit Beginn der Proteste in Syrien Mitte März mehr als 3500 Menschen getötet. Auch nach dem 2. November starben Menschenrechtsorganisationen zufolge dutzende Menschen

Ein Ministerkomitee der Arabischen Liga unter Leitung Katars hatte sich in Kairo bereits am Freitag mit Syrien befasst. Menschenrechtsgrupppen und Gegner der syrischen Regierung von Präsident Baschar el Assad fordern, die Mitgliedschaft Syriens in der Arabischen Liga auszusetzen. Der Staatenbund ist sich in dieser Frage uneins. Nach UN-Angaben wurden seit Beginn der Proteste in Syrien Mitte März mehr als 3500 Menschen getötet. Auch nach dem 2. November starben Menschenrechtsorganisationen zufolge dutzende Menschen.

(AFP)
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