Statistisches Bundesamt: Studium zieht mehr junge Menschen nach NRW

Statistisches Bundesamt : Studium zieht mehr junge Menschen nach NRW

Der Wegfall der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen hat viele junge Menschen aus dem benachbarten Niedersachsen angelockt. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass aus diesem Bundesland die Zuzüge der 18- bis unter 25-Jährigen angestiegen sind.

Danach zog es 2011 ein Viertel mehr junge Leute aus dem Nachbarland nach NRW als im Jahr davor. Das könne unter anderem auf den doppelten Abiturjahrgang in Niedersachsen zurückzuführen sein, erklärte eine Sprecherin. Das Landesamt stellt die Zahlen zusammen, interpretiert das Material aber nicht.

In Niedersachsen müssen Studenten Studiengebühren zahlen. In NRW waren die Gebühren zum Herbst 2011 abgeschafft worden. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium in Hannover bestritt einen Zusammenhang zwischen der Abwanderung von Studienanfängern und den Studiengebühren und verwies auf Untersuchungen, die 2010 veröffentlicht wurden. Demnach gebe es keine "Gebührenflucht", berichtete ein Sprecher.

Rund 145 000 Menschen kamen im vergangenen Jahr insgesamt aus anderen Bundesländern nach NRW, darunter mit fast 33.300 die meisten aus Niedersachsen. Auch aus den anderen beiden Nachbarländern Hessen (18.246) und Rheinland-Pfalz (17.942) zog es viele Menschen in das bevölkerungsreichste Bundesland.

Knapp 154.950 Nordrhein-Westfalen verließen das Land in Richtung anderer deutscher Bundesländer. 136.136 Menschen aus NRW wanderten zudem aus.

(lnw)