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Neue Folge “Germany’s Next Topmodel“: Die Kandidatenflucht geht weiter

Neue Folge “Germany’s Next Topmodel“ : Die Kandidatenflucht geht weiter

Am Donnerstag flimmerte die vierte Folge von "Germany's Next Topmodel" über den Bildschirm. Überraschend hat Sophie die Model-Castingshow freiwillig verlassen. Damit ist sie nicht die erste Kandidatin, die freiwillig von dannen zieht.

Langsam aber sicher gehen Heidi Klum die Kandidatinnen aus. Mit Sophie hat in der vierten Folge bereits die vierte Kandidatin die Show vorzeitig verlassen. Bereits Höpke und Merle hatten aufgegeben und Bingyang hatte Probleme ein Visum für die USA zu bekommen. Ersetzt wurde allerdings keine der Kandidatinnen und möglicherweise könnte dies der Topmodel-Mama noch Schwierigkeiten bereiten.

Schon vier Wochen lang reisen die Mädels mit Heidi um die Welt. Wie ein echtes Model laufen kann aber kaum jemand. Da heißt es: üben, üben, üben. Heidi Klum achtet auf Ehrgeiz. Und der brachte vor allem Jacqueline wieder eine Runde weiter.

Wenigstens kann Jacqueline überzeugen

Immer wieder diese Jacqueline. Sie ist außergewöhnlich, eben anders als die anderen Mädels. Wenn es mit dem Modeln nichts wird, will die fromme 16-Jährige Pastorin werden. Doch was Jacqueline anpackt, das will sie ordentlich machen. Daher steckt sie vorerst noch ihre Energie in ihren Traum vom Modeln.

Dass sie die Ehrgeizigste von allen ist, merkte man in dieser Folge erneut. Kritik nahm die junge Kandidatin so ernst, dass sie alles in ein Modeltagebuch schrieb. Beispielsweise, dass sie sich die Achselhaare täglich rasieren sollte. Guter Plan bei dem Job. Und da ein aufrechter Gang auch als Kritikpunkt festgehalten wurde, übte Jacqueline fleißig ein Buch auf dem Kopf zu balancieren.

So viel Einsatz fiel dann auch der Jury auf. Da wurde dann auch mal ein Auge zugedrückt, als die Kandidatin ihre Hüften nicht gut genug bewegen konnte und auch keinen guten Lauf ablegte. Eine Entwicklung sah man trotzdem. Jacqueline traut sich einfach immer mehr. Mit den nett gemeinten Worten "weil sie nicht so cool ist wie die anderen habe ich ein warmes Herz für sie", schickte sie Heidi dann auch verdient eine Runde weiter.

Auch die sonst eher stille Carolin fiel diese Woche auf. Ihre Sedcard gefiel einer asiatischen Designerin so gut, dass sich die 20-Jährige den ersten Job der Staffel schnappte. Carolin selbst nahm die freudige Nachricht etwas verlegen auf. Schnell flossen bei ihr die Tränen, denn neben echten Models einen Laufsteg zu erklimmen, traute sie sich dann doch nicht so zu. Neidisch konnte die Konkurrenz dann doch auf sie sein.

Für das junge Model ging es nämlich nach Hong Kong. Ihr Lauf sah zwischen den professionellen Models zwar noch etwas staksig aus, doch von der Jury gab es nur Komplimente. "Keine Frage, wer sich so schnell einen solchen Job ergattert, der bekommt von uns drei, vier Daumen nach oben", war Juror Thomas Hayo richtig euphorisch.

Modelmama durch und durch

Heidi Klum musste ihrem mütterlichen Namen gerecht werden. Wer Heimweh hatte, der wurde von der Vierfachmutter ungehemmt geknuddelt. Und wem sein Hippie-Outfit nicht so recht gefiel, dem schnitt Mama Heidi in einer kleinen Bastelstunde einfach ein passenderes. Aber immerhin ist Heidi sehr überzeugt von den Mädels, ihren Mädels, wohl bemerkt. Stolz wie eine Mutter, könnte man meinen.

Nicht ungewohnt, dass Heidi daher auch Sätze wie diesen verkündete: "Am Ende der Woche werden meine Mädchen jeden Laufstieg meistern können." Die Jurorin kümmert sich eben um die Kandidatinnen. Sicherlich ist sie damit eine von wenigen. Und den teils sehr jungen Mädchen kommt die mütterliche Fürsorge gerade recht. Auch wenn Modelmama Heidi in erster Linie versucht, die Mädchen zu disziplinieren und modellieren.

Die Woche der Wackelkandidatinnen

Vier Kandidatinnen wackelten sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Wackelkandidatinnen. Christine, Janna, Maike und Anna erhielten kein gutes Lob von der Jury. Völlig angebracht mussten sie um ihr Weiterkommen zittern. Denn entweder sie fanden beim Lauftraining auf sandigem Untergrund keinen Halt und stolperten immer wieder oder sie sahen unsicher und staksig statt sexy und selbstbewusst aus. Christine und Maike kamen nochmal mit einem blauen Auge davon. Sie hatten zwar große Probleme beim Laufen, aber es ist nicht das erste Mal, dass sie ihre guten Fotos gerade so eine Runde weiter brachten. Das wird wohl nicht mehr lange gut gehen.

Gar nicht gut ging es dann für die 16-jährige Anna. Sie konnte die Kritik der Jury nicht gut umsetzen. Statt große machte sie viele kleine Schritte und statt ihrer Hüfte schwenkte sie die Arme zu heftig. Zu eingefahren und nicht mehr verbesserungsfähig entschied die Jury. Anna musste gehen.

Sophie überrascht mit ihrem Rückzug

Die Konkurrenz war über Annas Ausscheiden teils nicht sonderlich berührt. Anna hatte sich für die Staffel nicht beworben, sondern wurde von Heidi Klum spontan gefragt, ob sie mitmachen wollen würde. So schnell wie die Schülerin in die Sache reingerutscht war, musste sie nun schon wieder gehen — etwas zu schnell. Auch Sophie ging - aber freiwillig. Aus privaten Gründen entschied sich die Kandidatin unvorhergesehen auszusteigen. "Ich werde Zuhause gebraucht", sagte die 23-Jährige und überraschte damit Jury und Zuschauer.

Woher die Kandidatinnen dieses Mal ein Foto bekamen, konnte man nur erahnen. Denn das obligatorische Fotoshooting wurde in dieser Folge nicht mal erwähnt. Es ging nur um Laufsteg-Training. Und da manche Kandidatinnen nicht gut laufen konnten, wurde es hier und da mal lustig. Große Aktionen oder Höhepunkte gab es jedoch nicht. Alles in allem war es eine durchschnittliche Folge.

Hier geht es zur Infostrecke: "Germany's Next Topmodel" 2016: Jury entscheidet sich für Kim

(rpo/nbe/csi/sap/das)