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Metorit in Deutschland: Blaubeuren ist Deutschlands größter

Fund im Garten : Deutschlands größter Steinmeteorit vorgestellt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat den größten Steinmeteoriten des Landes vorgestellt. Dieser lag Jahrzehntelang unbemerkt auf einem Grundstück in Blaubeuren, bevor er schließlich entdeckt wurde.

Ein jahrzehntelang unerkannt in einem Garten gelegener Meteorit in Rekordgröße soll weiter erforscht werden. Dieter Heinlein, Experte vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kann sich vorstellen, dass der größte jemals in Deutschland gefundene Meteorit vor Hundert bis einigen Tausend Jahren auf die Erde abgestürzt war. Nun soll das Jahr des Einschlags genauer bestimmt werden, wie Heinlein am Freitag im Planetarium in Laupheim (Kreis Biberach) sagte. Dort wird der nahezu vollständig erhaltene Meteorit zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Lediglich das von Heinlein abgesägte Teil zur weiteren Erforschung musste der Meteorit einbüßen. Jahrzehntelang lag er unbemerkt auf einem Grundstück in Blaubeuren.

Das Fundstück hat eine Masse von 30,26 Kilogramm und wird „Blaubeuren“ genannt. Bislang war der bei Oldenburg gefundene „Benthullen“-Meteorit mit einem Gewicht von 17,25 Kilogramm laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Rekordhalter.

Dieter Heinlein, Meteoritenexperte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), gibt neben dem Meteoriten ein Interview. Der Stein wurde bereits 1989 in Blaubeuren gefunden, jedoch erst jetzt untersucht und von den Wissenschaftlern des DLR als Meteorit identifiziert und bestätigt. Foto: dpa/Felix Kästle

Bereits 1989 entdeckte Hansjörg Bayer den vermeintlichen Stein, als er in seinem Garten in 50 Zentimetern Tiefe ein Rohr verlegen wollte. „Die ganze Haptik, das Anfassen und das Gewicht - ich habe damals schon gemerkt, dass der Stein besonders ist“, sagt Bayer heute. Selbst Profis können ihn laut DLR nicht unbedingt auf den ersten Blick als Meteoriten erkennen. Bayer setzte ihn damals in den Garten, und dort blieb er die Jahre über liegen, ehe sich Bayer im Januar entschied, ein Stück davon einem Fachmann zu schicken.

(juw/dpa)